Ein Beitrag von Tanja Liebschwager

Philosophische Inserate

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Philosophische Inserate

Ob mit oder ohne Pandemie kann die Beschäftigung mit Philosophie manchmal ganz schön einsam sein. Die Interessensgebiete scheinen unbegrenzt und für die anstehenden Arbeiten und Prüfungen vertieft man sich schnell in Themengebiete, über die selbst der Austausch mit anderen Philosophie-Studierenden nur begrenzt möglich ist. Während meines Studium habe ich den Austausch mit anderen aber immer als sehr wertvoll empfunden und habe die Freiheit genossen, im Rahmen von Learning Contracts und Lesegruppen zusammen mit Komiliton*innen gemeinsamen Interessen nachzugehen. Insbesondere in den Prüfungsvorbereitungen oder im Schreiben von Arbeiten hätte ich mir jedoch vermehrt den Austausch mit anderen gewünscht. Da ich mit diesem Anliegen nicht allein bin, habe ich zur Vernetzung von (Philosophie-)Studierenden verschiedener (Schweizer-)Universitäten diese Seite hier gestaltet. Ein Ziel davon könnte beispielsweise sein, dass sich so Lesegruppen bilden können (evtl. auch im Rahmen von Learning Contracts), Studierende eine Prüfung oder eine Arbeit zu einem ähnlichen philosophischen Thema schreiben und sich so in der Vorbereitungsphase austauschen können, dass Studierende in einer Gruppe, die sich regelmässig trifft, jeweils ihre philosophischen Lektüren und Arbeiten vorstellen und sie so mehr Einblicke in verschiedenste philosophische Themen erhalten oder dass an einem Abend ein bestimmter Text besprochen wird und verschiedene Studierende z.B. über ZOOM an der Besprechung teilnehmen können.  

Wenn du daran interessiert bist und auch Inserate hochstellen möchtest, schicke mir (info@philosophie.ch) einfach einen kurzen Text, der Themen oder Texte, die gemeinsam bearbeitet werden möchten, gewünschte Voraussetzungen, die andere mitbringen sollen, und einen Zeitraum, in dem z.B. die Lesegruppe stattfinden soll, enthält. Zusätzlich soll der Text noch einen Satz über dich und deine E-Mail-Adresse beinhalten, sodass andere Studierende direkt Kontakt aufnehmen könnten.

15.02.2022

Wer bin ich? Mein Name ist Yannik Steinebrunner. Seit dem Herbstsemester 2018 studiere ich an der Universität Basel Philosophie mit Zweitfach Wirtschaftswissenschaften. Seit Herbst 2021 bin ich als Tutor am Lehrstuhl für theoretische Philosophie bei Prof. Dr. Markus Wild tätig. Philosophie stellt für mich eine tiefgreifende Lebensform dar, deshalb ist die Promotion mit anschliessender akademischer Laufbahn mein entschiedenes Ziel.

Mit was beschäftige ich mich? Im Allgemeinen liegen meine Interessen hauptsächlich im Bereich der Philosophie des Geistes, der Metaphysik und der Epistemologie, sowie der Tierethik. Etwas konkreter auch noch in der Wissenschaftstheorie, Kunsttheorie und Metaphilosophie. Meine Hauptkompetenzen liegen aber in der zeitgenössischen, analytischen Philosophie des Geistes. Im Ausgang von David Chalmers’ Ausführungen (insbesondere seines «Hard Problem») ist es in erster Linie das phänomenale Bewusstsein, das den Mittelpunkt meiner Expertise kennzeichnet. Es sind epistemologische, metaphysische, begriffliche und methodologische Fragen über die Natur phänomenaler Erfahrung und deren Verhältnis zu Hirnvorgängen, die mich beschäftigen und zu denen ich innerhalb und ausserhalb meines Studiums arbeite. Ich halte den Eigenschaftsdualismus momentan für die vielversprechendste Lösung des Hard Problem.

Was suche ich? Ich suche andere Studierende, die sich ebenfalls für Themen rund um das phänomenale Bewusstsein begeistern und Interesse an Lesekreisen, Diskussionen, gemeinsamen Arbeiten, Projekten usw. haben, auch nach Möglichkeit zum Erwerb von Kreditpunkten. Für mich spielt es dabei keine Rolle auf welcher Stufe, oder wo man Philosophie studiert. Notwendig sind nur Vorkenntnisse in besagter Debatte. Man sollte mindestens die wichtigsten Theorien, Positionen und Begriffe über das Bewusstsein kennen und mit den Methoden der analytischen Philosophie vertraut sein, damit der Austausch annähernd auf Augenhöhe stattfinden kann. Optimal wären aber tiefere Kenntnisse und eine eigene fundierte Positionierung. 

Über eine Nachricht würde ich mich freuen. Zu erreichen bin ich unter folgender eMail-Adresse: y.steinebrunner@unibas.ch

05.02.2022

Hallihallo ihr Philosophiemenschen da draussen!
Kennt ihr auch dieses unangenehme Gefühl, ganz alleine vor einer Arbeit zu sitzen und zu merken, wie sich die Sinnhaftigkeit derselben langsam in Luft auflöst? Ich schon. Und mir schaffen Diskussionen mit anderen Philosophiestudierenden jeweils zuverlässig Abhilfe. 
Ich bin noch ziemlich blutige Anfängerin, was das Fach anbelangt (starte jetzt mein zweites Philosemester in Basel) und arbeite noch daran, einen Überblick zu gewinnen. Nietzsche halte ich bisher für einen wirklich diskussionswürdigen Philosophen. Am liebsten würde ich den Zarathustra mit jemandem wiederkäuen. Ich hielt das Buch schon einige Male in den Fingern, würde mich aber über zwei, drei Personen freuen, die Lust hätten, ihm mit mir zusammen noch mehr auf den Grund zu gehen.
Musikphilosophie würde mich auch interessieren, hier kämen vielleicht wieder Texte von Nietzsche in Frage, aber auch Nussbaum, Schopenhauer oder Adorno.
Ich könnte mir gut vorstellen, mit zwei oder drei Leuten ein Semester lang so etwas wie einen Lesekreis zu halten (vielleicht im Rahmen eines Learning Contracts?), freue mich aber auch über etwas ganz Lockeres wie eine ein- oder mehrmalige Diskussion in einem Café oder am Rhein. Leider bin ich überhaupt kein Fan von Zoom-Diskussionen, es wäre also toll, wenn die Diskussion live stattfinden könnte. Vielleicht sogar in Basel?
Ich würde mich riesig über eine Nachricht von dir freuen, wenn du Lust auf ähnliche Themen hast!
Tamea (tamea.wissmann@stud.unibas.ch)