Arnold Winkelried stürzt sich in der Schlacht bei Sempach in die Lanzen der Habs­burger, um den Eid­genossen eine Bresche zu öffnen. – Denkmal von Ferdinand Schlöth. (Bild: Roland Zumbühl/Wikimedia Commons)

Heldentum: Studierende als «Living Library»

Helden und Mythen

Angehende Philosophinnen und Philosophen der Universität Luzern gestalten im Rathausmuseum Sempach einen Anlass zu alten und neuen Mythen. Sie werden dabei zu «lebenden Büchern».

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Am Sonntag, 8. und Mittwoch, 11. Mai öffnet das Museum seine Türen für den Anlass «Mythen und Held*innen in der Vergangenheit und heute». Dies im Rahmen der schweizweit durchgeführten «PhilExpo». Zum Thema des Anlasses gibt es – gerade in Sempach, dem Ort des Winkelried-Mythos – viele Fragen zu stellen, zu diskutieren und zu beantworten. Zum Beispiel: Gibt es Heldinnen und Helden überhaupt? Was sind deren Eigenschaften und Merkmale? Welche Helden gab es früher und welche Heldinnen und Helden gibt es heute? Wie steht es wirklich um den Helden Arnold Winkelried?

Die fünf beteiligten Studierenden des Philosophischen Seminars stehen den Besuchenden als «Living Library», also in Form von «lebenden Büchern», zur Verfügung. Man kann sie für jeweils 20 Minuten «ausleihen» und nach Lust und Laune in ihnen «blättern». Wie das genau geht, wird direkt vor Ort erklärt. Nach dem Ende der «Ausleihfrist» wird das «Buch» «zurückgegeben», damit auch andere Personen darauf Zugang haben.

Für die «Living Library» haben die Studierenden folgende Themen vorbereitet:

  • Mythos, Helden und Archetypen bei C.G. Jung (Lukas Zwiefelhofer)
  • Anleitung zum Held sein, Selbstermächtigung (Susanne Walder)
  • Helden in der Antike (Pascal Germanier)
  • Moderner Mythos (Michael Ley)
  • Mythos Winkelried (Elena Ulliana)


Falls einmal alle Bücher ausgeliehen sein sollten, steht es den Gästen offen, das Museum zu besuchen. Dafür stehen ihnen iPads zur Verfügung, die sie beim Empfang ausleihen können und die sie durch das Museum führen.

In der letzten Stunde der Veranstaltung findet ein «Café Philo» statt. Wer Lust an einer vertieften Diskussion hat, ist herzlich eingeladen, bei Kaffee und Guetzli Gedanken mit den Studierenden und den anderen Besuchenden auszutauschen.