Themendossier Wirtschaftsethik

Dieses Heft befasst sich mit der Bedeutung und der fortlaufenden Entwicklung der Wirtschaftsethik. Es wird gezeigt wie die Wirtschaftsethik auf die aktuellen Krisen reagiert, warum einem Unternehmen eine moralische Verantwortung zukommt und was man sich unter ethischen Managementprinzipien vorstellen könnte.

 

 

 

Der Begriff „Wirtschaftsethik“ setzt sich aus zwei thematischen Bereichen zusammen: Wirtschaft und Ethik. Diese beiden werden heute oftmals als unvereinbare Kontrahentinnen aufgefasst – mitunter auch zu Recht. Das Themendossier lotet kritisch das Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Morallehre aus.

 

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Wirtschaftsethik

Das Themendossier lotet kritisch das Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Morallehre aus. Die Autorin und der Autor des Dossiers legen das Augenmerk auf die aktuelle Bedeutung der Wirtschaftsethik für unsere Gesellschaft und versuchen, die Entwicklungen und Tendenzen in Bezug Moral in der Wirtschaft einzufangen. Zum Beispiel erörtern sie die Frage, warum Unternehmen so etwas wie eine moralische Verpflichtung haben. Sie zeigen zudem, wie die philosophische Disziplin der Wirtschaftsethik auf die aktuelle Krise eingeht und wie die Debatte darüber auch philosophische Standpunkte verändert und weiterentwickelt.

Anhand einer kurzen historischen Einführung erläutern sie, was wir heute unter „Wirtschaft“ verstehen. Hinzu kommt eine Erklärung des modernen Moralbegriffs, der sich hauptsächlich auf die Sichtweise des Zeitalters der Aufklärung stützt. Er nimmt damit in Anspruch, unabhängig von Religion und Glaube eine Gültigkeit zu besitzen und für alle Menschen gleichermassen zu gelten.

Im Zentrum dieser philosophischen Untersuchung stehen neben der Analyse der relevanten Begriffe auch die moralischen Akteurinnen und Akteure. Unsere Moralpraxis findet normalerweise zwischen einzelnen Personen statt. Aber wie funktioniert dies in Bezug auf Moral in der Wirtschaft? Kann ein Unternehmen als ganzes so etwas wie ein moralischer Akteur sein?

Ergänzt werden die philosophischen Untersuchungen im Dossier von einem Interview mit Joseph Näf, dem Lehrbeauftragten für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Berner Fachhochschule.

Die philosophische Disziplin der Wirtschaftsethik kann natürlich das Problem unethischen Wirtschaftens nicht lösen. Dies ist auch nicht ihr Anspruch. Aber durch kritisches Analysieren einzelner Positionen, Argumente und Gegenargumente kristallisieren sich neue und überraschende Aspekte heraus. Diese können Impulse liefern für ein neues Bewusstsein und so neue Lösungsvorschläge für die Praxis ermöglichen.

 

 

Was ist eigentlich CSR?

 

Empfohlene Literatur zum Themendossier:

 

Links zum Thema "Corporate Social Responsibilities" und Wirtschaftsethik:

 

Weiterbildung in der Schweiz im Bereich Wirtschaftsethik:

  • Akademos GmbH. Josef Naef ist Anbieter von wirtschaftsphilosophischen und wirtschaftsethischen Seminaren.

 

 

 Alle Quellen des Themendossiers

1) Vgl. ganzer Abschnitt: Bernd Noll: Grundriss der Wirtschaftsethik. Von der Stammesmoral zur Ethik der Globalisierung. Stuttgart 2010, S. 9. Vgl. ganzer Abschnitt: Michael S. Assländer: Handbuch Wirtschaftsethik. Stuttgart 2011, S. 27-30.
2) Vgl. ganzer Abschnitt: Michael S. Assländer: Handbuch Wirtschaftsethik. Stuttgart 2011, S. 27-30.
3) Ebd. S. 30.
4) Vgl. Noll (2010), S. 171.
5) Der Marxismus ist eine sehr komplexe Theorie und Ideologie und wer sich genauer damit beschäftigen möchte, dem sei das Buch „How to Change the World: Tales of Marx and Marxism" von Eric J. Hobsbawm empfohlen.
6) Vgl. Noll (2010), S. 181.
7) Auch hier werden sehr komplexe Vorgänge in ungenügender Weise verkürzt – wer sich für die Wirtschaftskrise und Ölkrise der 1970er Jahre interessiert, findet im Buch „Die Krise – Weltwirtschaft 1974-1986" von Ernest Mandel eine genauere Analyse.
8) Vgl. Noll (2010), S. 207
9) Vgl. Noll (2010), S. 208
10) Vgl. Noll (2010), S. 210
11) Gerald Deix, Das Akteursmodell der Wirtschaftsethik - Moralität, Identität und Handlungsfähigkeit, Studentendruckerei Zürich, 200212) Vgl. Deix (2002), S. 12
13)Deix (2002), S. 54
14) Deix (2002), S. 55
15) Deix (2002), S. 113
16) Deix (2002), S. 140
17) Deix (2002), S. 215ff.
18) Deix (2002), S. 296
19) Deix (2002), S. 370
20) Deix (2002), S. 380
21) Deix (2002), S. 386
22) Vgl. Peter Ulrich, Wirtschaftsethik nach der Krise - Reflexionen aus der Sicht des St. Galler Ansatzes der integrativen Wirtschaftsethik, in: Die globale Finanzkrise als ethische Herausforderung, Johannes Wallacher und Matthias Rugel (Hrsg.), Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2011, S. 1
23) ebenda
24) ebenda, S. 4
25) ebenda, S. 4 Mitte
26) Peter Urlich, Integrative Wirtschaftsethik. Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie. 4, vollständig neu bearb. Auflage, Bern, 2008, S. 450
27) Vgl. Peter Ulrich, Wirtschaftsethik nach der Krise - Reflexionen aus der Sicht des St. Galler Ansatzes der integrativen Wirtschaftsethik, in: Die globale Finanzkrise als ethische Herausforderung, Johannes Wallacher und Matthias Rugel (Hrsg.), Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2011, S. 7
28) Georges Enderle, Neue Herausforderungen an die Wirtschafts- und Unternehmensethik und was sie in Zeiten der Krise leisten muss, in: Ethik in Wirtschaft und Unternehmen in Zeiten der Krise, Johannes Wallacher, Tobias Karcher (Hrsg.), Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2011, S. 117
29) ebenda, S. 119
30) ebenda, S. 119 mitte
31) Josef Naef, „Eine Mangement-Ethik", Herbert Utz Verlag, München, 2010, S. 53
32) ebenda, S. 54
33) Entnommen aus: http://www.mem-wirtschaftsethik.de/das-mem/mission/34) Entnommen aus: http://www.mem-wirtschaftsethik.de/das-mem/mission/35) Siehe: http://unprme.org, http://business-humanrights.org/, http://www.globalethics.org/36) Siehe: http://www.eben-switzerland.ch/37) Michael S. Assländer, Grundlagen der Wirtschafts- und Unternehmensethik, Metropolis-Verlag für Ökonomie, Gesellschaft und Politik GmbH, Marburg, 2011, S. 168
38) Siehe auch: Howard Bowens, „Social Responsibilities of the Businessmen", 1953. Michael S. Assländer, Grundlagen der Wirtschafts- und Unternehmensethik, Metropolis-Verlag für Ökonomie, Gesellschaft und Politik GmbH, Marburg, 2011, S. 169
39) Vgl. Michael S. Assländer, Grundlagen der Wirtschafts- und Unternehmensethik, Metropolis-Verlag für Ökonomie, Gesellschaft und Politik GmbH, Marburg, 2011, S. 172 und 173
40) Siehe auch: http://www.csreurope.org/41) Europäische Kommission, Grünbuch: Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen. Amt für amtliche Veröffentlichungen, Luxemburg, 2001
42) Europäische Kommission, Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR), S. 7 (als PDF)43) ebenda
44) Europäische Kommission, Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR), S. 18 (als PDF)
45) Iso Focus+, Volume 2, No. 3, March 2011, ISSN 1729-8709, entnommen aus http://www.iso.org/iso/iso_catalogue/management_and_leadership_standards/iso2600046) Produktinformationen Coop 2011, als PDF auf http://www.coop.ch/pb/site/common/get/documents/coop_main/elements/ueber/geschaeftsbericht/2012/_pdf_gbnhb_2011/GB11_einzelneKapitel_d_f_i/GB11_10_Produktion_d.pdf47) http://www.iso26000-schweiz.ch/48) Vgl. Michael S. Assländer, Grundlagen der Wirtschafts- und Unternehmensethik, Metropolis-Verlag für Ökonomie, Gesellschaft und Politik GmbH, Marburg, 2011, S. 389-395
49) Josef Naef, „Eine Mangement-Ethik", Herbert Utz Verlag, München, 2010, S. 102 - 123
50) Josef Naef, „Eine Mangement-Ethik", Herbert Utz Verlag, München, 2010, S. 144
51) Vgl. Josef Naef, „Eine Mangement-Ethik", Herbert Utz Verlag, München, 2010, S. 145- 148
52) Klappentext des Buches, Josef Naef, „Eine Mangement-Ethik", Herbert Utz Verlag, München, 2010