Themendossier Bewusstsein

Dieses Dossier befasst sich mit den philosophischen Perspektiven zum Thema Bewusstsein: Was kennzeichnet „das Geistige“ und hat es ein einheitliches Merkmal? Was bedeutet „subjektiv“ und haben auch Tiere und Pflanzen ein Bewusstsein? Und weshalb zerbrechen sich die PhilosophInnen seit Jahrhunderten wegen dem Bewusstsein den Kopf?

 

 

 

Was ist Bewusstsein denn überhaupt? Neben einer Aufzählung von diversen mentalen Zuständen kommen schnell Schwierigkeiten auf, wenn es darum geht, diese Frage zu beantworten. Gibt es denn vielleicht ein Kriterium oder ein einheitliches Merkmal für das Geistige?

 

 

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Bewusstsein

Der Blick in die Geschichte zeigt: „Die Seele ist unsterblich“ war für einen Griechen wie Platon ein gewöhnlicher Satz. Und auch Descartes hielt den Geist für „normal“, sogar „normaler“ und erkennbarer als den Körper. Doch bis heute findet niemand eine Antwort darauf, was der Geist denn wirklich ist und aus was er besteht.

Die Physikalisten vertreten die Auffassung, dass Bewusstsein eine Illusion ist und unsere Gedanken einfach das „Feuern der Neuronen“ im Gehirn. Aber ist es wirklich so einfach? Was geschieht denn, wenn wir uns vorstellen, wie es ist, eine Fledermaus zu sein? Lässt sich der qualitative Charakter eines Bewusstseinszustandes denn wirklich auf die Gehirnaktivität reduzieren? All solche Fragen werden im philosophischen Themendossier "Bewusstsein" behandelt – wenn auch nicht abschliessend –, denn das Rätsel, wie es sein kann, dass Bewusstsein existiert, ist bis heute nicht gelöst. Aber einige der Antwortversuche führen die Leserschaft nahe an die eigenen Intuitionen heran, um auch auf Folgendes aufmerksam zu machen: Wenn es heisst, sich eine eigene Meinung zu bilden, bedeutet dies, sich ganz bewusst den eigenen Gedanken zu stellen und dabei nicht den Mut zu verlieren, wenn die Entscheidung, welche Theorie die beste ist, nicht schnell zu fällen ist.

Die Philosophie dient hierbei als Instrument analytisch und objektiv die einzelnen Standpunkte aufzuzeigen. Wer mehr über die einzelnen Aspekte des Bewusstseins wissen möchte und die philosophische Herangehensweise auf unkomplizierte Art kennen lernen will, dem sei die Lektüre des philosophischen Themendossiers sehr empfohlen.

 

Literaturtipps

  • Dieter Teichert, Einführung in die Philosophie des Geistes, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006
  • Peter Bieri, Analytische Philosophie des Geistes, Bodenheim 1993
  • René Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie mit den sämltichen Einwänden und Erwiderungen, Hamburg 1994
  • Ulrich Schnabel und Andreas Sentker, Wie kommt die Welt in den Kopf, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1997
  • Thomas Nagel, What is it like to be a, aus: The Philosophical Review, LXXXIII, 4 (October 1974): 435–50, online
  • Michael Esfeld, Philosophie des Geistes, Bern Studies in the History and Philosophy of Science, Bern 2005
  • Tim Crane, Intentionalität als Merkmal des Geistigen, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2007
  • J.-P. Sartre, Die Transzendenz des Ego. Philosophische Essays 1931–1939, Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1997
  • Fred Dretske, Knowledge and the Flow of Information, MIT Press, Cambridge 1981, sowie Berent Enç, Intentional States of Mechanical States, in: Mind 91, 1982
  • John R. Searle, Intentionalität – Eine Abhandlung zur Philosophie des Geistes, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987
  • Sybille Krämer, „Bewusstein“ als theoretische Fiktion und als Prinzip des Personenverstehens, in: Bewusstsein, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996
  • Henry P. Stapp, “Clarifications and Specifications In Conversation with Harald Atmanspacher.” Journal of Consciousness Studies 13(9), 2006,  67–85.
  • Henry P. Stapp, Mind, Matter and Quantum Mechanics, Springer, Berlin 2009, S. 189
  • D.H. Mellor, Nothing Like Experience, in: Proceedings of the Aristotelian Society 1992-3
  • Betrand Russell, Philosophie der Materie, Teubner, Leipzig 1929
  • Frank Cameron Jackson: What Mary Didn‘t Know. In: Journal of Philosophy 83, 1986
  • Donald Davidson, “Thought and talk,” in S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford University Press, Oxford 1975
  • Peter Carruthers,  Phenomenal Consciousness, Cambridge University Press, Cambridge 2000

 

 

 

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