Religionsphilosophie

Schon in der Antike und im Mittelalter gab es philosophische Reflexionen über Gott (oder Götter), das Verhältnis zwischen Glauben und Vernunft, die Seele und das Leben nach dem Tod.

Die Religionsphilosophie befasst sich auch heute noch einerseits mit dem Wesen der Religion, das heißt, sie beschäftigt sich unter anderem auch mit der Frage, was Religion ist, mit religiösem Glauben und religiösen Praktiken. Andererseits untersucht sie auch als zentrales Thema der philosophischen Disziplin das Verhältnis von Vernunft und Glauben. Sie befasst sich also mit den Wahrheitsansprüchen verschiedener Aspekte der Religion, analysiert und kritisiert diese nötigenfalls. Ist Religion vernünftig? Kann der Glaube vernünftig begründbar sein? Es geht in der Religionsphilosophie also nicht darum, ob Religion oder Glauben „nützlich“ ist, sondern ob es gute (oder besser: epistemische) Gründe dafür gibt, die für oder gegen die Wahrheit des religiösen Glaubens sprechen.

Die Religionsphilosophie befasst sich aber auch mit dem Begriff und der Existenz Gottes. Welches sind die wesentlichen Eigenschaften von Gott? Lässt sich die Existenz Gottes (empirisch oder a priori) beweisen? Gibt es gute Gründe anzunehmen, dass Gott nicht existiert?

Weiterführende Literatur:

Winfried Löffler, Einführung in die Religionsphilosophie, WBG.

John Lesslie Mackie, Das Wunder des Theismus: Argumente für und gegen die Existenz Gottes, Reclam.

Joachim Bromand, Guido Kreis (Hrsg), Gottesbeweise. Von Anselm bis Gödel, 2011, Suhrkamp.

Norbert Hoerster, Die Frage nach Gott, C.H. Beck.

Holm Tetens, Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie, Reclam.