Philosophie in der Schweiz

Aktuell im Januar

Hier finden Sie die Highlights der Neuerscheinungen, Presseartikel, Neuigkeiten auf Philosophie.ch und Veranstaltungen

der zweiten Januarhälfte.

Der letztjährig von der cogito-foundation ausgezeichente Philosoph Eduard Käser, hinterfragt in seinem neusten Artikel auf Journal21 "Trau keiner Katze"(1), weshalb diese Tiere von der Dichtkunst und der Philosophie immer wieder aufgegriffen werden. So schreibt Käser dazu: "So wie sie schon im alten Ägypten als Wächterin der Unterwelt fungierte, bringt die Katze heute noch etwas Unterweltliches ins Haus, und zwar in einem philosophischen Sinn: In ihr begegnet uns eine artfremde „wilde“ Perspektive – eine Katzen-„Subjektivität“. Wir betrachten die domestizierte Katze als unserer Welt zugehörig, aber wahrscheinlich lebt sie in ihrem ganz eigenen Merk- und Wirkuniversum." So konfrontieren uns die Haustiere damit, dass es nicht nur den menschlichen Blick auf das Tier, sondern auch der tierische Blick auf den Menschen gibt.

In dieser Art stolziert auch seit Beginn des Jahres die kleine philosophische Katze "Kralle" auf dem Portal Philosophie.ch herum. Wöchentlich neu erscheint auf der Eingangsseite ein Cartoon, welches auf eine philosophische Frage hinweist. Raten Sie mit, um welche es handelt, bevor Sie eine mögliche Antwort durch anklicken der Grafik entdecken. Hier finden Sie alle bereits publizierten Cartoons von "Kralle" auf einen Blick.

 

Doch wie verhält es sich mit dem "Blick des Tieres auf uns Menschen"? Volker Gerhardt, einer der prominentesten deutschen Philosophen, geht in seinem Werk "Humanität - Über den Geist der Menschheit" der Selbstbeschreibung des Menschen nach, überwindet die traditionelle Geringschätzung der Tiere und entfaltet ein radikal neues Verständnis der Beziehung von Natur und Kultur.

Das Verhältnis zwischen Natur und Kultur wird auch hinsichtlich Themen wie unserem Umgang mit Biotechnologie relevant. Hierzu ist kürzlich die rechtsphilosophische Publikation von Frauke Rostalski mit dem Titel "Das Natürlichkeitsargument bei biotechnologischen Maßnahmen" erschienen. Sie ist Inhaberin eines Lehrstuhls für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Köln.

Mitte Januar ist von Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Universität Paderborn) eine Aufarbeitung zur Geschichte der Philosophinnen erschienen. Dazu steht im Klappentext: "Wie in anderen Wissenschaften wurden auch in der Philosophie die Leistungen und Werke der Frauen stillschweigend unter den Tisch gekehrt. Erst in den letzten Jahren wird diese verborgene Dimension der Philosophie systematisch und umfassend aufgearbeitet. In diesem Lehrbuch wird die Geschichte der Philosophinnen von der antike bis heute knapp, anschaulich und verständlich dargestellt." (2) Das Werk "Philosophinnen in Geschichte und Gegenwart" ist bei Orell Füssli erschienen.

 

Englischsprachige Neuerscheinungen

Bei Wiley sind u.A. folgende Werke kürzlich erschienen:

 

Interview

Im Interview "In der Politik müsste man mehr wie Philosophen diskutieren", welches am 17.1.2019 in der NZZ erschien, argumentiert der GLP-Gemeinderat Matthias Wiesmann für den Vorbildcharakter der Philosophie, "weil sie auf das gute Argument pocht und sich nicht von Ideologien leiten lässt." (3)

 

PhilosophInnen in der Schweiz

Dass die Politik bislang wenig mit Philosophie zu tun hat, stellt auch die Basler Grossrätin Martina Bernasconi fest.

Sie hatte sich für Philosophie.ch für das erste Interview zur Reihe über die PhilosophInnen in der Schweiz zur Verfügung gestellt. Das Interview erscheint Ende Februar hier auf Philosophie.ch.

Darin erklärt Frau Bernasconi, weshalb die Philosophie für ihren Lebensweg höchst relevant ist, und weshalb sie sich in ihrer philosophischen Praxis in Basel für das "Philosophieren" stark macht.

 

Veranstaltungshinweise

Unter Anderen finden in den nächsten zwei Wochen in der Schweiz folgende Veranstaltungen statt:

Quellen