Menschenwürde

Den Homo sapiens vorbehalten und unantastbar: die Menschenwürde. Durch Themen wie Folter, Abtreibung und Sterbehilfe verliert sie nicht an Brisanz.

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Einführung

Auch ist die Menschenwürde in vielen Bereichen relevant: Im Rechts- und Gesundheitssystem, in der Wirtschaft u.v.m. Doch was ist „Menschenwürde“ genau und woher haben wir sie? Wo fängt sie an und wo hört sie auf? Was ist ihr Stellenwert in verschiedenen Bereichen?

Ein philosophisches Thema mit Aktualität

Die Frage nach der Menschenwürde hat eine lange Tradition die bis zum antiken Griechenland zurück reicht. Doch auch heute ist sie rege im Gespräch. Dr. des. Holger Baumann, wissenschaftlicher Leiter des „Netzwerks Menschenwürde“ am Ethik-Zentrum der Universität Zürich, sagt, dass die Menschenwürde in jüngster Zeit sogar an Bedeutung gewonnen hat. Dies liegt nicht zuletzt am technischen Fortschritt und der erhöhten Lebenserwartung, welche die Frage nach der menschlichen Würde aufwerfen. So stellt sie sich zum Beispiel bei den Themen Enhancement (Optimierung des Menschen), embryonaler Stammzellenforschung und der medizinischen Behandlung bei steigenden Anforderungen und Ressourcenknappheit.

Relevanz in den unterschiedlichsten Bereichen

Doch nicht nur in Medizin und Technik ist die Menschenwürde ein wichtiges Thema. Das Themendossier spricht auch die Frage an, inwiefern Menschenwürde im Rechtssystem und insbesondere im Strafvollzug seinen Platz hat. Die Frage nach Gefängnissen und Schandstrafen als akzeptable Sanktionsmittel werden dabei untersucht.
Ebenso wird das Thema Wirtschaft und dessen Verbindung mit der Menschenwürde aufgegriffen: Hat die Menschenwürde überhaupt ein Platz im heutigen wirtschaftlichen System?

Vielfalt der Theorien zur Menschenwürde

Das Konzept der Menschenwürde wurde bereits in der Vergangenheit von verschiedenen Denkern betrachtet. Im Themendossier finden sich Gedanken dazu von Aristoteles über Kant bis hin zu John Rawls. Vor allem die Auffassung Kants, dass die Würde eines Menschen genau dann respektiert wird, wenn er nicht als blosses Mittel zum Zweck gebraucht wird, ist ein äusserst einflussreicher Gedanke in der philosophischen Debatte. Aber auch in der juristischen Definition der Menschenwürde wird auf Kant zurückgegriffen.
In der Fülle von verschiedenen Ansätzen kann man leicht den Überblick verlieren. Zu Beginn des Themendossiers sind deshalb die Grundfragen der Menschenwürde formuliert, welche die Eckpunkte des Menschenwürdebegriffes abstecken: Woher sie kommt, wo sie beginnt und endet und, ob man sie verlieren kann. Gegen Ende des Themendossiers wird schliesslich eine moderne und persönliche Frage zur Menschenwürde aufgegriffen: Wie hängt diese mit „sich selbst sein“ und Selbstachtung zusammen?

 

 

 

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