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philExp22 - Eine Woche der Philosophie in der Schweiz

 

 

 

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1. Das Festival
2. Das Thema
3. Das Programm

 

 

1. Das Festival

PhilExpo22 – Eine Woche der Philosophie in der Schweiz - von 6. bis 15. Mai

Während der philExpo22 werden nicht Objekte oder Konsumgüter, die Gegenstand von Tausch, Tauschhandel und Verhandlungen sind, sondern Ideen ausgestellt. Ziel der Veranstaltung ist es, Räume für Diskussion, Dialog, Austausch und Reflexion zu schaffen und anzubieten, um das strukturierte Denken in seiner dialogischen Form wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Diskurses zu stellen. Unter dem Titel «philExpo22.ch - Une semaine de philosophie en Suisse - Eine Woche der Philosophie in der Schweiz» hat der Verein Philosophie.ch eine landesweite Veranstaltung lanciert, die vom 6. bis 15. Mai stattfinden wird. Die im Rahmen der Veranstaltung organisierten Initiativen richten sich an alle neugierigen Köpfe und beziehen Forschende, Lehrende, Studierende und Schreibende mit ein. Das «Netzwerk», das die Veranstaltung ermöglicht, umfasst viele Menschen, die in der Schweiz und im benachbarten Ausland Philosophie praktizieren, lehren, verbreiten oder sich einfach für sie interessieren.

 

2. Das Thema

In einer Zeit, die durch vielfältige Bewegungen und Veränderungen auf globaler Ebene, durch Ernüchterung und Polarisierung gekennzeichnet ist, ist die Philosophie aufgerufen, sich neu zu definieren. Das für die Veranstaltung gewählte Thema – «Was wollen wir wissen?» - spiegelt diese Überlegung wider.

Die Formulierung des Themas greift die klassische Frage Immanuel Kants («Was kann ich wissen?») auf und stellt damit eine Verbindung zu der eminent philosophischen Frage nach dem modernen Gegenstand des Wissens her. Die Frage richtet sich jedoch an die Gesellschaft («wir») und eröffnet damit zum einen die Frage der Intersubjektivität: Wer ist dieses «wir»? Andererseits fordert die Frage den Willen heraus: Was ist das Ziel dieses Willens, dieses Wunsches zu wissen? Können wir uns gemeinsam auf Prioritäten in Bezug auf Wissen und Forschung einigen?

Die Wahl eines sehr breit gefächerten Themas ist auf den Wunsch zurückzuführen, während der Veranstaltung möglichst viele Initiativen und Aktivitäten durchzuführen. Die Veranstaltung eröffnet somit eine breite Palette von Themen, indem sie diese auf einen gemeinsamen Nenner bringt.

Eine Neudefinition der Philosophie ist nur möglich, wenn Philosoph:innen, Schriftsteller:innen, Künstler:innen und alle interessierten Bürger:innen die Möglichkeit finden, sich ausserhalb des institutionellen Rahmens zu treffen. Das Thema ist daher offen für theoretische und historische Themen sowie für aktuelle Fragen. Neben den Fragen des Selbst, des Bewusstseins und des Verhältnisses zur Wahrheit geht es auch um globale Themen wie den Klimawandel und seine Beziehung zu den Produktionssystemen, die Beziehungen zwischen den Arten, die Digitalisierung der Arbeitswelt, die Kommunikation und die Privatsphäre, die aktuelle Rolle des europäischen Raums und die Solidarität.

Angesichts dieser grossen Fragen und der Auswirkungen, die die Ungewissheit der Zeit, in der wir leben, auf den Einzelnen und die Gemeinschaft hat, wird das Denken - und das gemeinsame Handeln - zu einer Notwendigkeit, zu einer Dringlichkeit. Das Bedürfnis nach Reflexion führt dann zu dem Wunsch, den notwendigen Raum für die Ko-Konstruktion neuer Narrative zu haben, die es uns ermöglichen, die Strukturen und Prozesse des Wissens und der sozialen Praktiken gründlich zu überdenken.

 

3. Das Programm

Das Festival bietet mehr als 60 Veranstaltungen in (mindestens) vier Sprachen und ist in allen Regionen der Schweiz präsent.

VERNISSAGE 06.05 - LA CHAUX-DE-FONDS

Die Veranstaltungswoche wird mit einer Konferenz von Peter Sloterdijk im Club 44 in La Chaux-de-Fonds eröffnet. Der deutsche Philosoph und Essayist, der als eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Szene gilt, ist vor allem für seine Kritik der zynischen Vernunft (1983) sowie für die Trilogie Sphären (1998-2004) bekannt. 

Bei der Eröffnungskonferenz des Festivals wird Sloterdijk einen Vortrag mit dem Titel „Wie aus dem Rot des Ostens ein bewölktes Grau in Europa geworden ist. Reflexionen zur politischen Theorie der Farbe des 20. Jahrhunderts“ (unsere Übersetzung). Der Philosoph wird von Grau als Metapher, als Stimmungsindikator und als Signal politisch-moralischer Ambiguität sprechen, um die titelgebende These für sein Buch zu verteidigen: Wer noch kein Grau gedacht hat.

Der Vortrag von Peter Sloterdijk findet am Freitagabend, den 6. Mai, um 20:15, im Club 44 in La Chaux-de-fonds statt (auf Französisch).

 

Nordwestschweiz

Während der gesamten philExpo22 können Interessierte die Ausstellung philoSOPHIA besuchen. Diese gliedert sich in vier Bereiche: Sie fokussiert im ersten Bereich auf die Geschichte des Frauenstudiums an Schweizer Universitäten (mit Fokus Philosophie) und behandelt historische Anfänge von weiblich gelesenen Personen an Schweizer Universitäten im Allgemeinen. Der zweite Bereich beleuchtet die Unterrepräsentation von weiblich gelesenen Personen in der Philosophie. Der dritte Bereich zeigt Porträts von aktuell in Basel philosophisch tätigen, weiblich gelesenen Personen. Der vierte Bereich umfasst ein Zusammenschnitt von Videointerviews. Die Ausstellung befindet sich im Philosophicum im Ackermannshof in Basel und wird von Tanja Liebschwager und Chiara Monaco kuratiert.

Am Samstag, den 7. Mai, finden gleich zwei Events statt. Von 10:00 bis 16:00 Uhr findet, ebenfalls im Philosophicum im Ackermannshof, ein Tagesseminar unter dem Titel „Wissenwollen, Wissensverweigerung, Wissensverwandlung“ statt. Durch dieses Seminar führen Dr. Christian Graf und Dr. Stefan Brotbeck.

Die zweite Initiative, die bereits am 7. Mai stattfinden wird, ist die erste von drei Inszenierungen von Platons Höhlengleichnis in der Proserpinagrotte Arlesheim. Von 14:00 bis 15:00 Uhr inszeniert eine Gruppe Studierender mit Schauspiel, Ton und Video das Höhlengleichnis von Platon als immersives Erlebnis. In der Inszenierung geht es für die teilnehmenden Personen darum, eine schauspielende Person, die von Schatten gebannt in der Höhle sitzt, mit Argumenten zum Verlassen der Höhle zu bewegen. Diese Inszenierung findet ebenfalls am Montag, den 9. und Samstag, den 14. Mai statt, jeweils von 14:00 - 15:00 Uhr.

Am 8. Mai bietet die Fachsektion Philosophiedidaktik der FHNW eine philosophische Bildungsreise durch Basel an. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr an der Meret-Oppenheim-Strasse, Basel SBB.

Unter dem Titel "Dialektik - anders denken" wird am Dienstag, den 10. Mai von 19:00-21:00 Uhr ein Café Philo angeboten. Luka Takoa führt mit einem Input in das Thema « Dialektik – anders denken » ein. Im Anschluss findet eine offene Diskussion zum Thema mit dem Publikum statt. Veranstaltungsort ist die Buchhandlung Labyrinth in Basel.

Gleich am darauffolgenden Tag findet von 12:00-13:00 Uhr am Gymnasium Oberwil ein Café Philo zum Thema «Was wollen wir nicht wissen?» statt. Gemeinsam mit Interessierten diskutieren Schüler:innen und Marc-André Kaspar zum Thema «Was wollen wir nicht wissen?».

Am Donnerstag, den 12. Mai von 16:10 bis ca 17:40 Uhr nehmen Schüler:innen des Wirtschaftsgymnasiums in einem Podiumsanlass Stellung zur Frage: «Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?» und diskutieren ihre Position mit einem Experten für die modernen Medien. Als Experte eingeladen ist Dr. Matthias Zehnder, Autor und Medienwissenschaftler mit Spezialgebiet interaktive Medien und Medienphilosophie. Es folgt eine offene Diskussion unter Einbezug des Publikums. Die Podiumsdiskussion wird in der Aula der FMS Basel stattfinden.

Die philosophische Praktikerin Martina Bernasconi von der Denkpraxis in Basel bietet philosophische Schnupperberatungen an, die einen Einblick in den Bereich «Philosophische Beratung» geben. Sowohl am Donnerstag, den 12. als auch am Freitag, den 13. Mai können diese Beratungen ab 18:00 Uhr besucht werden. Auch am 14. Mai werden von 17:30 bis 20:00 Uhr kostenlose Beratungsgespräche angeboten.

Für ein weiteres Café Philo führt Prof. Nicola Gess der Universität Basel mit einem Vortrag in das Thema «Halbwahrheiten und Verschwörungstheorien» ein. Im Anschluss folgt ein Dialog mit dem Publikum und Luka Takoa. Vortrag und Diskussion finden am Freitag, den 13. Mai, von 15:00 - 17:00 Uhr in der in der QuartierOase Bruderholz in Basel statt.

 

Region Zentral- und Nordostschweiz

Gleich drei Veranstaltungen erwarten Sie in der Region Zentral- und Nordostschweiz am Samstag, dem 7. Mai:

Die Facoltà Indipendente di Gandria organisiert ein theatralisches Seminar, welches von 14-16 Uhr im Basislager stattfinden wird.

Barbara Gavez und Dorothee Plancherel, geben einen thematischen Input und leiten eine Diskussion unter dem Titel «Miteinader reden lernen.» Es soll ein sokratisch-dialogischer Versuch vor dem Horizont unserer Zeit werden. Diese Veranstaltung wird ebenfalls am 7. Mai, aber von 14-17 Uhr bei der Museumsgesellschaft Zürich stattfinden.

Das Atelier für Kunst und Philosophie in Zürich bietet philosophische und (interreligiös-)theologische Perspektiven zu(r) Weisheit in einer Podiumsdiskussion mit anschliessender Diskussion an. Gemeinsam mit dem Panel kann von 19:30 bis 21 Uhr im Atelier für Kunst und Philosophie in Zürich diskutiert werden.

Auch am Sonntag, dem 8. Mai können verschiedene Veranstaltungen besucht werden.

Das ThiK Theater im Kornhaus Baden präsentiert ein Gespräch mit Isabelle Bartram, Molekularbiologin an der Universität Freiburg (D) und im Gen-ethischen Netzwerk e. V. Berlin. Die Moderation übernimmt Sandra Lang. Das PhiloThiK ist eine 90' Veranstaltung im Theatersaal. Das Publikum kann dem «Expertengespräch», welches ca. 60' dauert folgen und dann Fragen stellen oder Bemerkungen machen. Das Gespräch beginnt um 11 Uhr im ThiK Theater im Kornhaus.

Im Rathausmuseum Sempach organisiert das Philosophisches Seminar der Universität Luzern unter dem Titel «Mythen und Held*innen in der Vergangenheit und heute» eine Living Library mit 5 menschlichen «Büchern» (Ph.Studierende) zu: Nationalheld Winkelried, Archetypen, Antikes Heldentum, «Anleitung zum Held*in sein», Moderne Mythen / Urban Myths. Dieses Event wird am 8. Mai von 14:00-16:00 und am Mittwoch, dem 11. Mai von 16:00-20:00 Uhr durchgeführt.

Am Montag, dem 9. Mai lädt die SW*IP (Society for Women* in Philosophy) zu einem Vortrag mit anschliessender Diskussion zum Thema «Doing Philosophy better» ein. In englischer Sprache stellt die SW*IP die neuen Guidelines vor, die zum Ziel haben, die Philosophie inklusiver zu machen. Vortrag und Diskussion finden von 14 bis 16:30 Uhr im Kutscherhaus der UZH statt.

Gleich am darauffolgenden Tag, am Dienstag, dem 10. Mai, kann der zweite Teil von «Doing Philosophy better» besucht werden. Von 15 bis 19 Uhr wird ein Bystander Training angeboten, welches von Dr. des. Deborah Mühlebach und Prof. Rebekka Hufendiek geleitet wird.

Ebenfalls am 10. Mai, von 19:30 bis 21 Uhr können Sie die Philosophie und den zugehörigen VHS-Lehrgang kennenlernen. Dieser Abend bildet zugleich den Auftakt zu dessen erstem Modul. Falls der Vortrag Ihre philosophische Neugier weckt, können Sie im Anschluss wahlweise das gesamte Modul buchen (22S-0310-21). Der Titel des Vortrags von Dr. Martin Götz lautet «Was wollen Philosoph:innen wissen?» und findet an der UZH (KOL-G-204, UZH-Zentrum) statt. Die Kosten betragen 30.- CHF.

Auch am Dienstag, dem 10. Mai bietet Imre Hofmann eine metaethische Auseinandersetzung mit einer Einführung und einer Anbindung an zeitgenössische Debatten an. In der Kalkbreite Genossenschaft (Raum Flex 1) können Sie von 19:30 bis 21 Uhr an diesem Workshop teilnehmen.

Der aki Zürich (Akademikerhaus der katholischen Hochschulgemeinde) lädt zum Nachdenken über das Thema «Infektion durch Megatrends und Dystopien» ein – Vortrag und Dikussion über trendige und apokalyptische Zukunftsdiskurse und über Offenheit und Geschlossenheit der Zukunft. Am Dienstag, dem 10. Mai von 19:00-21:00 können Sie dem Vortrag im Foyer Pfarreizentrum Liebfrauen Zürich lauschen und mitdiskutieren.

Am Mittwoch, dem 11. Mai können sie dem Vortrag von Prof. Dr. em. Hans-Dieter Mutschler zum Thema «Die Suche nach Transzendenz. Von der Religion zur Technik» zuhören. Die Vorlesung arbeitet die Ambivalenz der Entwicklung von «höher, schneller, weiter» zum neuen Gebot mit ihren Vor- und Nachteilen heraus. Der Vortrag findet von 19:30 bis 21 Uhr an der UZH statt und der Eintritt kostet 30.-CHF.

Organisiert vom Lehrstuhl für politische Philosophie der UZH, in Kooperation mit dem Think & Do Tank Dezentrum, findet am Donnerstag, dem 12. Mai, von 19:30 bis 21 ein Szenarioworkshop zum Thema «Democracy Fiction - (Wie) wollen wir die Demokratie digitalisieren?» statt (RAA-E-27, UZH-Zentrum, Rämistr. 59). 

Hans Joas nimmt am selben Tag, Donnerstag, dem 12. Mai in reichhaltigen Gedankengängen auf die These von Max Weber Bezug und zeigt, dass sich auch eine alternative Geschichte des Heiligen schreiben lässt. Dabei offenbart sich ein genuiner Erkenntniswert, der durch die Begegnung mit dem Unverfügbaren in Erscheinung tritt. Das Podium findet von 18:30 bis 20 Uhr in der Paulus Akademie in Zürich statt und der Eintritt kostet 30.-CHF.

Ebenfalls am Donnerstag, dem 12. Mai erkundet Martin Götz einen Aspekt aus philosophischer Perspektive: Wie kann oder soll die Gesellschaft die Gesundheit ihrer Mitglieder steuern? Dazu muss auch gefragt werden, was «Gesundheit» überhaupt bedeutet, zumal in der global-historischen Situation, in der die Pandemie stattfindet. Der Vortrag findet von 19:30 bis 21 Uhr an der UZH statt und der Eintritt kostet 30.-CHF.

Am Freitag, dem 13. Mai, von 18:30 bis 20 Uhr, finden 2 Kurzvorträge mit anschliessender Diskussion im Impact Hub Zürich – Colab statt. Die UZH Zürich & Meaning Quotient gehen gemeinsam den Fragen «Do we know the role our values play in everyday business? (What is there to know, what should we know?)» nach. Am Samstag, dem 14. Mai macht Harry Wolf von der philopraxis.ch eine erkenntnistheoretische Einordnung von Realitätsflucht mit Verschwörungsgeschichten, alternativen Fakten und Fake News. Dieser Vortrag findet ein erstes Mal von 15 bis 16 und ein zweites Mal von 16:30 bis 17:30 Uhr statt, und zwar in der Kalkbreite Genossenschaft (Raum Flex 1).

Auch am Samstag, dem 14. Mai, wird 18:15 bis 20 ein Workshop vom Philosophisches Seminar der UZH und der Philosophischen Gesellschaft Zürich angeboten. Im Rahmen dieser Veranstaltung im Hauptgebäude der UZH findet ein Referat von Prof. Dr. Veli Mitova (University of Johannesburg) zum Thema Epistemic Wrongs statt.

 

Bern und Region Bern

Die erste Veranstaltung in der Region Bern findet bereits am Samstag, dem 7. Mai um 20 Uhr statt. Prof. Dr. Markus Gabriel hält im Saal des Farelhauses, Oberer Quai 12, in Biel-Bienne einen Vortrag zum Thema «Ethik des Nichtwissens» mit anschliessender Diskussion. Diese Veranstaltung wird von den Bieler Philosophietagen organisiert und findet zweisprachig (Deutsch und Französisch) statt.

Gleich am darauffolgenden Tag, am Sonntag, dem 8. Mai, organisiert die krino – Philosophische Gesellschaft Bern eine Podiumsdiskussion in schönem Rahmen unter dem Titel «Das will ich gar nicht wissen!».

Am Montagabend, dem 9. Mai, veranstaltet Detlef Staude von der Philosophischen Praxis philocom gemeinsam Andreas Heise ein Philosophisches Café. Von 19:00 bis 21:15 Uhr wird das Thema «Was wir lieber gar nicht wissen wollen» erörtert.

Ebenfalls am Montag, um 18:15 Uhr, bietet die Fachschaft Philosophie der Universität Bern das Philo-Atelier, eine philosophische Werkstatt, an. Dort werden Studierende gemeinsam mit dem Publikum ihre Gedanken zu philosophischen Positionen, Argumenten oder eigenen Arbeiten austauschen und schärfen. Das Philo-Atelier findet im Vorlesungsgebäude, Lerchenweg 32, der Unitobler der Universität Bern statt.

Die Université populaire Jura bernois organisiert in Moutier eine Konferenz mit Juliette Catanese-Chassot zum Thema «Giordano Bruno: Der Märtyrer des Unendlichen». Die Konferenz findet am Montag, dem 9. Mai um 19 Uhr statt.

Am Dienstag, dem 10. Mai, von 12 bis14:30 Uhr, ist unter dem Titel «Beratung, Bildung, Alltag» eine Veranstaltung mit mehreren Philosophischen PraktikerInnen aus der Schweiz geplant. Sie gibt Einblick in die vielfältigen Ansätze und Tätigkeiten in der Philosophischen Praxis.

Eine SF PPP-Klasse (gecoacht durch D. Herzog (Philosophielehrerin) organisiert am Dienstag, dem 10. Mai um 18 Uhr ein Café Philoim Bistro des Gymnasiums Thun, Schadau.

Am selben Abend hält Prof. Dr. Dr. Claus Beisbart vom Institut für Philosophie der Universität Bern einen Vortrag mit dem Titel «Wo das Wissen aufhört. Expeditionen zu den Grenzen des Wissens». Der Vortrag findet an der Universität Bern statt.

Weiter geht es am Mittwoch, dem 11. Mai, um 19:00 Uhr mit einem Podium unter dem Motto «Bildung, Weisheit und Freude am Lernen» mit Christoph Reichenau, dem ehemaligen Präsidenten der VHS Bern und des Volkshochschulverbandes Schweiz, und Christina Cuonz, der Direktorin der Weiterbildung an der Universität Bern.

Das forum3 bietet am Donnerstag, dem 12. Mai ab 19 Uhr ebenfalls ein Podiumsgespräch an: «Risse in der Gesellschaft. wahrnehmen - verstehen – überwinden». Dieser Anlass befragt Rudolf Strahm, langjähriger erfahrener politischer Beobachter, und Elke Schlehuber, Praktikerin für die Gestaltung von Veränderungsprozessen, zur Wahrnehmung und zum Verständnis von Separationstendenzen. Das Podium findet im Raum 101 des Hauptgebäudes der Universität Bern statt.

Die Bieler Philosophietage zeigen am Donnerstag, dem 12. Mai um 20 Uhr die surrealistische Tragikkomödie «Le charme discret de la bourgeoisie» von Luis Buñuel. Im Anschluss an die Filmvorführung im im Filmpodium Biel/Bienne kann das Publikum mit PD Dr. Themelis Diamantis (Uni Lausanne) ein von Adrien Bordone moderiertes Gespräch führen. Der Film wird in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die Diskussion findet auf Französisch statt.

Am 13. Mai von 16 bis 22 Uhr lädt pulp.noir zu der Kunstinstallation «FULL DIALOG – Eine Anleitung zum Streit» im Kornhausforum in Bern ein. Am 14. Mai kann dieselbe Ausstellung erneut von 10 bis 16 Uhr besucht werden und um 20 Uhr beginnt die Philosophie- und Talkshow zur entsprechenden Kunstinstallation. Diese versteht sich als Plädoyer für eine konstruktive Streitkultur.

Die SW*IP (Society for Women* in Philosophy) führt am Freitag, dem 13. Mai einen Workshop über feministische Erkenntnistheorie im Raum 115 des Hauptgebäudes der Universität Bern durch, dieser dauert von 14 bis 16 Uhr.

Das Theater am Puls TAP improvisiert im Nebia poche in Biel zur Thematik «Was wollen wir (nicht) wissen?». Die Aufführung findet am Freitag, dem 13. Mai um 20 Uhr statt und wird von den Bieler Philosophietagen organisiert.

Am Samstag, dem 14. Mai finden gleich zwei Initiativen statt, die von den Bieler Philosophietagen organisiert werden. Um 12 Uhr geht es mit dem Schiff von Biel auf die Spuren von Rousseau auf die St. Petersinsel. Es wird von und mit Rousseaus Texten über Aufklärungsfragen mit Dr. Blaise Bachofen (CY Cergy Paris) auf Französisch diskutiert. Prof. Dr. Marie-Luisa Frick (Uni Innsbruck) vertieft die Thematik später auf Deutsch mit einem Vortrag über «Das Denken der Aufklärung als Inspiration und Auftrag». Der Ausflug auf die Spuren von Rousseau endet um 17:45 Uhr mit der Rückkehr in Biel/Bienne.

Zudem findet um 18 Uhr das Philo-Speed-Dating (bilingue) statt: Was wollen wir in 10 Minuten über den Menschen vis-à-vis erfahren? / Was willst Du von mir wissen? Zwei Stühle, ein Tisch, ein philosophischer Denk-Zettel und los geht’s! Das Philo-Speed-Dating findet im Saal des Farelhauses in Biel-Bienne statt.

 

FINISSAGE 15.5. - Bienne

m Rahmen der Abschlussveranstaltung wird Donatella Di Cesare, Professorin für Theoretische Philosophie an der Universität La Sapienza in Rom, einen Vortrag halten.

Als Kolumnist und Autor für verschiedene Zeitungen befasst sich Di Cesare mit hochaktuellen politischen und sozialen Themen und mischt sich regelmäßig in die italienische und internationale öffentliche Debatte ein.

Ihre Aufsätze befassen sich mit Themen der Philosophiegeschichte (Heidegger, die Juden, die Shoah, 2016) sowie mit politischen und sozialen Fragen wie Folter (Tortura, 2016) und Terrorismus im Zeitalter der Globalisierung (Terrore e modernità, 2017). Ihr Werk ist dem Schweizer Publikum vor allem durch das Buch Stranieri residenti. Una filosofia della migrazione (2017; auf Deutsch: Philosophie der Migration, 2020).

Die Abschlusskonferenz des Festivals findet am Sonntag, 16. Mai, um 12:00 Uhr in St. Gervais/Le Singe in Biel statt. Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit den Philosophietagen/Journé philosophiques de Bienne organisiert.

Für Informationen und Kontakte, für die Nordwestschweiz: andrin.kohler@philosophie.ch, für die Zentral- und Nordostschweiz: gregorio.demarchi@philosophie.ch, für die Region Bern: marco.schori@philosophie.ch, für das Projekt philExpo22: Ilaria.fornacciari@philosophie.ch.