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Summer School 2019: Bildung und Religion in der Weltgesellschaft

Eine interdisziplinäre Veranstaltung, die den geistesgeschichtlichen und religiösen Hintergründen von "Bildung" und deren Konsequenzen für das aktuelle Bildungsverständnis auf den Grund geht.
Mariastein (SO)
14:00 - 14:00

Was haben sich Bildung und Religion in einer ökonomisch und kulturell zunehmend globalisierten Welt zu sagen? Ist Bildung blosses Mittel zu einem bestimmten Zweck? Religiöse und humanistische Bildungsverständnisse haben immer wieder Einspruch gegen eine solche Sichtweise erhoben. Zugleich stehen diese beiden Auffassungen von Bildung in einem Spannungsverhältnis. Die Summer School soll das Potential von Religion für ein umfassendes Bildungsverständnis jenseits von politisch-ökonomischer Indienstnahme und szientistischen Reduktionismen ausloten.

Prof. Dr. Wolfgang Sander (Justus-Liebig-Universität Giessen) wird uns in seine neuere Forschung zum Thema Bildung in der Weltgesellschaft einführen und es von seinen verschiedenen Aspekten her beleuchten. Dazu bringt er seine profunden Kenntnisse der interreligiösen und interkulturellen Herausforderungen in Anschlag.

Sanders These, wonach Bildung auf religiöse Bezüge angewiesen bleibt, soll im Kontext verschiedener Glaubens- und Denktraditionen diskutiert werden. Dazu dienen zusätzliche Referate zu folgenden Themen:

Potential und Grenzen eines naturalistisch-szientistischen Bildungsbegriffs (Dr. Matthias Egg, Universität Bern; Dr. des. Reto Gubelmann, Universität St. Gallen)

Die römisch-katholische Bildungstradition des 20. Jahrhunderts (lic. theol. Francesco Papagni)

Die neo-calvinistische Denktradition der Reformational Philosophy und ihr Bildungsverständnis (PD Dr. Johannes Corrodi Katzenstein, Universität Zürich)

Neben den Referaten sorgen Gruppendiskussionen, informelle Beiträge der Teilnehmenden und der persönliche Austausch für die nötige Vertiefung des Themas. Besonderen Wert legen wir dabei auf die Verständigung über die disziplinären Grenzen hinweg.

Die Summer School richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Doktorierende und AbsolventInnen aller Fachrichtungen, die bereit sind, sich eingehend mit geistesgeschichtlichen und theologischen Zusammenhängen auseinanderzusetzen.