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Samstagsseminar 2020: «Ein ‹anderes Leben›. Aber ‹welches›?» (Literatur und Philosophie)

Ein Zeitalter nähert sich seinem Ende. Die Moderne war gekennzeichnet durch Expansion – im Raum und in der Zeit. Wir haben alle Orte erobert und die Zeit kolonisiert. Dass wir ein anderes Leben...
Stiftung Dialog Ethik, Seminarraum, Schaffhauserstrasse 418, CH-8050 Zürich
09:30 - 15:30

Flyer zum Seminar (1.10 MB)

Ein Zeitalter nähert sich seinem Ende – das Zeitalter der Reichweitenvergrösserung. Die Moderne war gekennzeichnet durch Expansion – im Raum und in der Zeit. Wir haben alle Orte erobert und die Zeit kolonisiert. Weiter und schneller lautete die Devise. Aber diese Verheissung ist verklungen, ihre Folgen suchen uns heim, Erschöpfung und Ratlosigkeit breiten sich aus. Politisch wird dieser Zustand zunehmend in scharfen Kontroversen artikuliert, teils in unerbittlichen Feindschaften zwischen Bevölkerungsgruppen ausgelebt. Dass wir ein anderes Leben brauchen, dürfte unumstritten sein. Welches Leben das wäre, ist sehr viel schwerer zu beantworten. Und vielleicht dominiert in der Gegenwart das Gefühl, ohnmächtig zu sein und zu einem Wandel wenig beitragen zu können. Der Defaitismus sollte aber nicht das letzte Wort haben. Es gibt keinen Grund, Aufbrüche in ein besseres Leben unversucht zu lassen. Zu dieser Zuversicht gehört zuerst eine schonungslose Diagnose, dann aber auch eine Vorstellung über die Ziele, die wir uns setzen sollten. Im Bereich der Philosophie und der Literatur werden diese Wege erschlossen. Nichts hindert uns daran, mitzugehen – lesend und diskutierend.

Als Ausgangslektüre wird das posthum erschienene (kleine) Buch Wer wir waren. Zukunftsrede von Roger Willemsen (Fischer, Frankfurt a. Main) empfohlen. Es gilt als erster Wegweiser.

Prof. Dr. Jean-Pierre Wils lei­tet die­ses Se­mi­nar, das 2020 an fünf Sams­ta­gen jeweils von 9.30 bis 15.30 Uhr statt­fin­det. Der Vormittag ist der Philosophie gewidmet, der Nachmittag der Literatur. Die fünf Romane werden rechtzeitig bekanntgegeben. Fol­gen­de The­men werden be­han­delt:

  1. 22. Februar 2020: «Das Zeit­alter des Immer-Mehr und seine Grenzen»
  2. 25. April 2020: «Wir sind uns nicht genug. Auf dem Weg zur neuen Gattung»
  3. 20. Juni 2020: «Signale des Ab­bruchs und des Auf­bruchs»
  4. 26. September 2020: «Alles ist möglich, einiges ist nötig»
  5. 21. November 2020: «Menschen mit Zukunfts­be­rechtigung»

Dieses Se­mi­nar ist für je­de in­te­res­si­er­te Per­son of­fen. Vor­kennt­nisse sind nicht nötig. Das Se­mi­nar ist nur als Gan­zes buch­bar.

 

Seminarleitung

Prof. Dr. Jean-Pierre Wils
Or­dent­li­cher Pro­fes­sor für Phi­lo­so­phi­sche Ethik und Kul­tur­phi­lo­sophie an der Rad­boud Uni­ver­si­tät Nij­me­gen (Nie­der­lan­de). Wis­sen­schaft­li­cher Bei­rat von Dia­log Ethik.

 

Seminarort

Stiftung Dialog Ethik
Schaffhauserstrasse 418
CH-8050 Zürich

 

Seminarzeiten

jeweils 9.30 bis 15.30 Uhr

 

Seminarunterlagen

5 Bücher (werden vor Kursbeginn bekannt gegeben)

 

Gesamtkosten

CHF 1500.– (exkl. Bücher)

 

Abschluss

Sie erhalten eine schriftliche Teilnahmebestätigung.

 

Anmeldung

Bit­te mel­den Sie sich früh­zei­tig mit­tels An­mel­de­ta­lon, per E-Mail an info@dialog-ethik.ch oder über diese Web­sei­te an. Wir be­stä­ti­gen Ihnen je­weils Ihre An­mel­dung. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Bei zu we­ni­gen An­mel­dun­gen be­hal­ten wir uns vor, den Kurs bis 14 Ta­ge vor Kurs­be­ginn ab­zu­sa­gen.