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Kurs Metaphysik und Erkenntnistheorie

Weiterbildung in Philosophie
Luzern
19:15 - 21:00
Die Erkenntnistheorie befasst sich mit der Frage, was der Mensch mit Sicherheit wissen, und was er nur vermuten oder glauben kann. Metaphysik ist die Beschäftigung mit der Frage, ob auch Dinge postuliert oder für existent erklärt werden sollen, die empirisch nicht begründbar sind – seien es gewisse Eigenschaften der erfahrbaren Welt oder des menschlichen Inneren oder seien es ausserweltliche Wesenheiten – und sie befasst sich mit den Beziehungen zwischen diesem Nichtempirischen und dem Empirischen. Metaphysik und Erkenntnistheorie stehen in einem manchmal harmonischen, manchmal widerstreitenden Verhältnis zueinander. Als ein Fazit kann die Einsicht gelten, dass es letzte Gewissheit im Bereich des Empirischen nur aufgrund der Gewissheit bestimmter metaphysischer Voraussetzungen geben könnte, dass aber solche Voraussetzungen unerweislich sind. Das Kursmodul verfolgt den Themenkomplex im Durchgang durch bedeutende Stationen der Philosophiegeschichte.
  • Erklärung der Begriffe, Vorsokratiker (Loslösung vom Mythos)
  • Heraklit und Parmenides – zwei Antipoden in Bezug auf das Sein
  • Atomisten und Sophisten – materialistische Welterklärung und Skeptizismus
  • Sokrates – dialektische Suche nach der Wahrheit
  • Platon – Ideenlehre und das Konzept der zwei Welten
  • Aristoteles – Revision von Platon, Hinwendung zum «Diesen da»
  • René Descartes – Vorrang der Vernunft vor der Erfahrung
  • David Hume – Vorrang der Erfahrung vor der Vernunft
  • Immanuel Kant – Versuch einer Versöhnung von Rationalismus und Empirismus
  • Wiener Kreis – Überflüssige Wesenheiten