Blogbeitrag von Timo Klattenhoff

Geldfragen, Lebensfragen

Das Simmelsche Geldverständnis als Reflexionsbeitrag zur Grundeinkommensdebatte

1. Neue Zugänge, alte Wege

Wie mit Simmel arbeiten

Folgen wir Georg Simmel, so hat das Geld eine „ungeheure Bedeutung […] für das Verständnis der Grundmotive des Lebens“.[1] Mit nichts anderem – der Rolle, die Geld unter anderem in Hinblick auf Individuum, Gesellschaft, Arbeit und Kultur spielt – setzt sich der Soziologe und Philosoph in seinem 1900 erschienenen Werk „Philosophie des Geldes“[2] auseinander. Ein winziger Ausschnitt davon soll Thema dieses Beitrags sein: das Freiheit und Individualität begünstigende Moment des Geldes.

Wie immer bei der Bemühung philosophischer Texte, deren Entstehungskontext so und so viele Jahre zurückliegt und die, historisch bedingt, „aktuelle“ Themen nicht primär – besser: nicht offensichtlich – behandelt haben, ist zumindest eine kurze Vorrede nötig, was Möglichkeiten und Grenzen ihrer heutigen Rezeption angeht. Wie also passen Simmelsche Überlegungen zum Geld in die Debatte[3] um das Grundeinkommen?

Antworten wir mit Wagner, der sich mit Leitbildern, Motiven und Interessen der in erster Linie deutschen Grundeinkommensdebatte beschäftigt hat[4], dessen Ergebnisse sich für unsere Zwecke allerdings verallgemeinern lassen: Eine Einordnung in die von Wagner aufgestellte „idealtypische Kategorisierung von Grundeinkommensdiskursen“[5] würde das Material, das wir bei Simmel finden, überstrapazieren. Selbst wenn es auf den ersten Blick plausibel erscheinen mag, Simmels Beitrag innerhalb des emanzipatorischen Diskurses zu verorten – wird in diesem doch, gehen wir mit Wagner, das Grundeinkommen als Mittel zur „Einschränkung der gesellschaftlichen Abhängigkeit vom Markt“ und als „sozialstrukturelles Umverteilungs- und Ordnungsinstrument zur Reduzierung kapitalistischer Entfremdung“ aufgefasst[6] –, gilt weiterhin: Simmel führt keinen Grundeinkommensdiskurs, er stellt keine Überlegungen zur Höhe oder den Bedingungen des Grundeinkommens an, er hält sich mit Aussagen zu seinem Sozialstaatsverständnis zurück.[7]

Der Ansatz, mit Simmel zu arbeiten, muss ein anderer sein: Das Geld hat eine eigene Abhandlung verdient. Schließlich wird es, ob als Begriff, Konzept, Idee, innerhalb der Beiträge immer schon vorausgesetzt – teils reflektiert, teils unreflektiert. Ertragreich kann die Abarbeitung an Simmelschen Überlegungen also deswegen sein, weil sie neue Sichtweisen auf einen der Hauptgegenstände der Grundeinkommensdebatte ermöglicht.

Stets sollten wir dabei allerdings – auch um abzumessen, wie weit Simmels Schriften für unsere Zwecke tragen – den Umstand vor Augen behalten, dass Simmel, wie Lichtblau überaus treffend schreibt, den „Versuch einer Selbstbesinnung über die in der Zeit zwischen der Reichsgründung und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges vonstatten gegangene Kulturentwicklung“[8] anstellt. Das ist das eine. Das andere ist, und diese Methode mag uns heute durchaus fremd erscheinen: Die hier entscheidenden Ansätze Simmels finden – häufig genug – in Kontrastierung zu von ihm konzeptionierten[9] Gesellschaften statt, deren Warentausch noch kein geldvermittelter war; auch dies gilt es bei unserer Aktualisierung und Nutzbarmachung vor Augen zu behalten.

2. „Intellektualismus“ und „Distanz“

Dass Geld entfremden kann

Um nun einzusteigen: Wie bereits angedeutet, ist die Perspektive, die Simmel einnimmt, ihrem Anspruch nach eine möglichst umfassende, eine, die gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge im Blick haben will.[10] Simmel will, heißt es hierzu bei Rammstedt, „die vom Geldsystem bedingten Strukturelemente [herausschälen], die die speziellen sozialen Verhaltensformen determinieren“.[11] Neben den befreienden, individuierenden Wirkungen des Geldes macht Simmel außerdem versachlichende, unterdrückende aus.[12] Eben dies ist eine Ambivalenz, die nach Simmel konstitutiv ist für das, was er als moderne Gesellschaften, als geldwirtschaftlich geprägte Gesellschaften begreift.

Um die Chancen, die in unserem Umgang mit Geld liegen, herauszustellen, wollen wir uns zunächst mit denjenigen Aspekten beschäftigen, die üblicherweise als „entfremdend“[13] bezeichnet werden. Während sich Simmel mit einer Bandbreite von Phänomenen auseinandersetzt, können wir uns hier auf zwei von diesen beschränken: „Intellektualismus“ und „Distanzierung“. Beginnen wir mit erstgenanntem:

Bedingt durch das „rechnerische Wesen des Geldes“, wie Simmel es ausdrückt, ist „in das Verhältnis der Lebenselemente eine Präzision, eine Sicherheit in der Bestimmung von Gleichheiten und Ungleichheiten, eine Unzweideutigkeit in Verabredungen und Ausmachungen gekommen“ – und zwar derart, führt Simmel vergleichend an, „wie sie auf äußerlichem Gebiet durch die allgemeine Verbreitung der Taschenuhren bewirkt wird“: So geben „[d]ie Bestimmung der abstrakten Zeit durch die Uhren wie die des abstrakten Wertes durch das Geld […] ein Schema feinster und sicherster Einteilungen und Messungen“. Es ist ein Schema, das, wie Simmel anfügt, „die Inhalte des Lebens in sich aufnehmend, diesen wenigstens für die praktisch-äußerliche Behandlung eine sonst unerreichbare Durchsichtigkeit und Berechenbarkeit verleiht.“[14]

Sicherlich deutet Simmel mit diesem Vergleich, darauf weist auch Schlitte hin, den Umstand an, dass „[d]as Geld […] die Ordnung und den Takt des wirtschaftlichen Lebens vor[schreibt]“[15] – aber Simmel möchte noch mehr sagen: Bei seinem „Stilbilde der Gegenwart“ kommt er auf ein Charakteristikum zu sprechen, „dessen Rationalistik den Einfluß des Geldwesens sichtbar macht“, wie er schreibt. So könne man „[d]ie geistigen Funktionen, mit deren Hilfe sich die Neuzeit der Welt gegenüber abfindet und ihre inneren – individuellen und sozialen – Beziehungen regelt, […] großenteils als rechnende bezeichnen.“ Nach Simmel besteht ihr „Erkenntnisideal“ darin, „die Welt als ein großes Rechenexempel zu begreifen, die Vorgänge und qualitativen Bestimmtheiten der Dinge in einem System von Zahlen aufzufangen […].“[16]

Wie können wir diese Ausführungen Simmels verstehen? Zunächst einmal können wir, wie Kauffmann es treffend tut, hinsichtlich des „Intellektualismus“ von einer „Geisteshaltung“[17] sprechen: Diese leitet sich von der Analogie ab, die Simmel zwischen den individuellen „geistigen Funktionen“ und dem „messende[n], wägende[n], rechnerisch exakte[n] Wesen der Neuzeit“ macht.[18] So ist, wie Cantó i Milà schreibt, die Begrenzung sowohl der „Reduktion der Qualitäten auf Quantitäten“ als auch „die Suche nach der unmittelbaren Vergleichbarkeit zwischen den bewerteten Objekten“ auf das, was man grob als die „ökonomische Sphäre“ bezeichnen könnte, aufgehoben.[19] Das heißt auch: Eine Unterordnung menschlicher Beziehungen unter ökonomische Zwecke vollzieht sich entlang des Gebrauchs von Geld.[20]

Damit seien die ersten negativen Auswirkungen des Geldes auf Individuum und Gesellschaft in Hinblick auf das Phänomen „Intellektualismus“ skizziert – weitere lassen sich mithilfe des Simmelschen „Distanz“-Begriffs aufschlüsseln:

„[W]ie sich das Geld zwischen Mensch und Mensch schiebt, so zwischen Mensch und Ware.“[21] Das, was Simmel hier in aller Kürze anführt, ist das Phänomen der „Distanz“. Dazu führt er aus, dass uns „[s]eit der Geldwirtschaft […] die Gegenstände des wirtschaftlichen Verkehrs nicht mehr unmittelbar gegenüber[stehen]“, was auch heißt, dass „unser Interesse an ihnen […] erst durch das Medium des Geldes gebrochen [wird], ihre eigene sachliche Bedeutung rückt dem Bewußtsein ferner“ – und zwar deswegen, „weil ihr Geldwert diese aus ihrer Stelle in unseren Interessenzusammenhängen mehr oder weniger herausdrängt.“[22]

Machen wir uns mit Simmel daran, die „Rolle des Geldes“ in einem „Differenzierungsprozeß“ wie diesem zu diskutieren, so sei nach Simmel zunächst auffällig, dass sich besagter Vorgang „an die räumliche Entfernung zwischen dem Subjekt und seinem Besitz knüpft.“ Als Beispiele dafür führt Simmel den „Aktieninhaber [an], der mit der Geschäftsführung der Gesellschaft absolut nichts zu tun hat“ oder den „Staatsgläubiger, der das ihm verschuldete Land nie betreten hat“. Nach Simmel gilt: Sie „überlassen ihre Besitzquanten einem rein technischen Betriebe, dessen Früchte sie allerdings ernten, mit dem an und für sich sie aber gar nichts zu schaffen haben“ – und „eben [das] ist ausschließlich durch das Geld möglich.“[23]

„Distanz“ bezeichnet in diesem Sinne keinen, schreiben Papilloud und Rol treffend, „''Zwischenraum'', der sich als bloß passiver Tatbestand unserer Anwesenheit in der Welt konzipieren ließe.“ Im Sinne Simmels, und in dieser Interpretation wollen wir Papilloud und Rol folgen, ist „Distanz […] die geeignete Ausdrucksform für die grundsätzliche Bezogenheit der Menschen und Dinge aufeinander“.[24]

So passiert in „Geldwirtschaften“ zum einen, wie Nedelmann es auf den Punkt bringt, das Folgende: „Geld [vergrößert] die Distanz zwischen den Menschen insofern, als sie sich nur mit einem Ausschnitt ihrer Persönlichkeit in die Wechselwirkung eingeben, und zwar nur mit demjenigen, der in Geldäquivalenten ausdrückbar ist.“[25] Außerdem werden – „Intellektualismus“ und „Distanz“ gehen hier Hand in Hand – die unmittelbaren, die konkreten, die schließlich persönlichen Beziehungen in Anzahl und Intensität gemindert[26]; stets entlang der dazugehörigen Abhängigkeiten.[27] Dass sich der Mensch jedoch in Abhängigkeitsverhältnissen befindet, dieser Umstand wird nicht aufgelöst. Es ist die Art der Heteronomie, die sich wandelt – eine Auswechslung findet statt:

Die sachlichen, funktionalen, technischen Abhängigkeiten[28] sind es nun, mit denen der Mensch nach Simmel in Geldwirtschaften umgehen muss. Das Geld hat eine, um einen von Simmel häufig verwendeten Begriff zu bemühen, „entpersonalisierende“ Wirkung[29] – wie Schlitte treffend schreibt, „kann“ das „Inkommensurable der Persönlichkeit […] mit dem Geld prinzipiell nicht eingefangen werden“; dies ist deswegen nicht möglich, „weil es seine ureigenste Funktion ist, etwas als kommensurabel zu präsentieren.“[30] Das Geld ist schließlich zu einem, lesen wir hierzu bei Cantó i Milà, „charakterlosen Mediator menschlicher Tauschbeziehungen im weitesten Sinne des Wortes“[31] geworden.

Eben das ist gemeint, wenn Simmel schreibt, Geld sei diejenige „Instanz […], die nur verbindet, indem sie zugleich trennt.“[32] Entsprechend muss Geld, wie Schlitte hierzu erneut angeführt werden kann, „als verbindend und trennend gedacht werden, als 'zersetzend' und 'versöhnend', als 'isolierend' und 'verbindend' gleichzeitig.“[33] Eben damit wollen wir unsere Ausführungen schließen, die den „Intellektualismus“ und die „Distanz“ betreffen und uns den konkreten Chancen für Individuum und Gesellschaft widmen, die vom Geld, wie Simmel es versteht, außerdem ausgehen können.

3. Bedingte Möglichkeitsräume

Dass Geld befreiend und individualisierend wirken kann

Hinsichtlich des Zusammenhangs von Geldbesitz und Freiheit lesen wir bei Simmel: „Wenn Freiheit bedeutet, daß der Wille sich ungehindert verwirklichen kann, so scheinen wir also um so freier zu sein, je mehr wir besitzen“. Der „Sinn des Besitzens“ wird hier begriffen als das Potential, mit dem dazugehörigen Inhalt „»machen [zu] können, was wir wollen«“.[34] So ist das Geld, schreibt Simmel an späterer Stelle, „mehr für uns, als irgendein Besitzstück, weil es uns ohne Reserve gehorcht – und es ist weniger für uns, als irgend' eines, weil ihm jeglicher Inhalt fehlt, der über die bloße Form des Besitzes hinaus aneigenbar wäre.“[35]

Um diesen Punkt mit Simmel auszuführen: Nach Simmel gilt, dass „das Ich“, wie er schreibt, „[d]urch die Fernwirkungen des Geldes […] seine Macht, seinen Genuß, seinen Willen an entferntesten Objekten ausleben [kann]“ – und zwar „indem es die nächstgelegenen Schichten vernachlässigt und übergeht“, die der „primitivere Reichtum ihm allein zur Verfügung stellt“.[36] Weiter heißt es bei ihm, dass „[d]ie Expansionsfähigkeit des Subjekts, die durch seine Natur selbst beschränkt ist, […] dem bloßen Gelde gegenüber eine größere Weite und Freiheit [zeigt] als an jedem anderen Besitz.“ In Hinblick auf den Besitz von Naturalien zeigt Simmel den entscheidenden Unterschied auf: „[D]ort war es der eigene Charakter der Dinge selbst, an dem sich die Expansion des Ich brach“, während es „hier […] die eigene Beschränkung der Persönlichkeitskräfte [ist], die selbst bei völliger Nachgiebigkeit der Dinge von einem gewissen Besitzquantum dieser an erlahmen muß“ – eben dies ist „eine Erscheinung, die […] am spätesten eintritt, wenn der Besitz nicht die Form spezifischer Objekte, sondern die des Geldes aufweist.“[37]

Geldbesitz hat in diesem Sinne eine andere Qualität als der Besitz anderer Tauschmittel: So ermöglicht das Geld, schreibt Simmel, „nicht nur, uns von den Bindungen anderen gegenüber, sondern auch von denen, die aus unserem eigenen Besitz quellen, loszukaufen“. So „befreit [es] uns, indem wir es geben und indem wir es nehmen“ und derart, führt Simmel aus, „gewinnen fortwährende Befreiungsprozesse einen außerordentlich breiten Raum im modernen Leben“.[38]

Die Freiheit, von der Simmel spricht, ist eine der Handlungsmöglichkeiten; sie ist es in dem Sinne, als dass das Geld die Abwesenheit bestimmter Zwänge begünstigt – etwa die Zwänge, die in einem Abhängigkeitsverhältnis des Knechts zu seinem Herren herrschen, wie Simmel beispielhaft anführt.[39] So ist Geldbesitz auch im Sinne Simmels nicht mit Freiheit gleichzusetzen – wenn er dem Geld auch ein Freiheit ermöglichendes Moment zuschreibt[40], wenn wir auch von einer an das Geld geknüpften Freiheit sprechen können.

Das Unabhängigsein ist, wie bereits angeführt, nicht umfassend: Der Mensch findet sich in sachlichen, funktionalen, technischen Abhängigkeiten wieder. Und trotzdem: Eine bestimmte Form der Unabhängigkeit wird gefördert.[41] Dies wird deutlich, wenn wir uns vor Augen führen, was Simmel hinsichtlich der „Qualitätslosigkeit“, der „Unindividualität“ des Geldes schreibt: Dadurch, dass das Geld „zwischen den individuell bestimmten Dingen, in inhaltlich gleichem Verhältnis zu jedem derselben steht, muß es an sich selbst völlig indifferent sein.“[42] Begreifen wir also das Geld als „unbestimmt“, als „unindividuell“, so ist es gerade diese Unindividualität, die wiederum begünstigend auf die Bildung der Individualität seines Besitzers wirkt – und zwar deswegen, da es im Vergleich zum Besitz bestimmter Tauschmittel die Möglichkeiten seiner Verwendung weniger stark begrenzt.[43] So ergeben sich mittels Geldbesitz Möglichkeiten der Selbstbestimmung, der Selbstentfaltung.[44]

In diesem Sinne schreibt Simmel also dem Geld zumindest in Teilen bereits das zu, was später dem Grundeinkommen zugesprochen werden sollte: Dass es „[...] Teilhabe, Lebenssinn, Anerkennung, Integration, Selbstbestimmung zu gewährleisten vermag […]“[45], wie wir bei Lessenich lesen.

4. Alte Abhängigkeiten, neue Chancen

Wie mit Simmel Bedingungsloses Grundeinkommen verstehen

Auf welche Weise kann nun das Simmelsche Verständnis von Geld, wie es hier in Teilen skizziert wurde, fruchtbar gemacht werden für die Debatte um das Grundeinkommen?

Fassen wir zunächst zusammen: Der ambivalente Charakter, den Simmel hinsichtlich des Geldes konstatiert, zeigt sich nach ihm in Folgendem: Vom Geld gehen sowohl entpersonalisierende, als auch individualisierende Wirkungen aus. Es nivelliert die persönliche Verbindung des geldvermittelten Warentausches, begünstigt aber gleichermaßen durch seine universelle Einsetzbarkeit Chancen individueller Selbstverwirklichung.

Die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens würde nun die Existenz des Abhängigkeitsverhältnisses, in dem wir mittels des Geldes trotz allem auch immer stehen, nicht berühren; dass wir weiterhin abhängig blieben, dieser Umstand bestünde fort. Und doch, und das soll die Pointe dieses Beitrags sein: Nicht anders, als das Geld die Art des durch Naturalientausch bestimmten Abhängigkeitsverhältnisses wandelte, so könnte das Grundeinkommen die Art des Abhängigkeitsverhältnisses in Geldwirtschaften verändern. Doch wie das?

Um diese Frage zu beantworten, muss vorweg geklärt werden, wie hier „Grundeinkommen“ verstanden wird – ich halte mich an die vielbemühte Definition des „Netzwerks Grundeinkommen“, für das „[d]as Grundeinkommen […] eine Form von Mindesteinkommenssicherung dar[stellt], die sich von den zur Zeit in fast allen Industrienationen existierenden Systemen der Grundsicherung wesentlich unterscheidet“: So wird „[d]as Grundeinkommen […] erstens an Individuen anstelle von Haushalten gezahlt, zweitens steht es jedem Individuum unabhängig von sonstigen Einkommen zu, und drittens wird es gezahlt, ohne dass Arbeitsleistung oder Arbeitsbereitschaft verlangt wird.“[46]

Der Erhalt einer bestimmten Summe, mit der das Individuum Monat für Monat verlässlich rechnen kann, und zwar unbenommen weiterer Einkünfte oder geleisteter bzw. nicht geleisteter Arbeit – diese Vorstellung findet sich bei Simmel nicht. Geld zu verdienen, das ist bei Simmel immer auch eine mit Konkurrenz, Arbeitsteilung, Entfremdung verbundene Tätigkeit. Wir müssen also, soll uns das Simmelsche Geldverständnis tatsächlich als Reflexionsbeitrag zur Grundeinkommensdebatte dienen, den nicht unproblematischen Weg gehen und, abstrakt gesagt, ein Konzept so innerhalb eines Gedankengebäudes platzieren, als habe der Autor für dieses Raum gelassen.

Die Simmelsche Ambivalenz des Geldes könnte sich im Bedingungslosen Grundeinkommen folgendermaßen auflösen: Wenn Geld in Form von Grundeinkommen als etwas Gegebenes, garantiert Vorhandenes verstanden wird, als etwas, das belastbar Existenz- und Teilhabe zu sichern in der Lage ist, dann müsste ein bestimmter Teil der Welt eben nicht mehr als ein „großes Rechenexempel“ begriffen werden; derjenige nämlich, der in der „Bedingungslosigkeit“ des Grundeinkommens aufgeht.

Die, um diesen Punkt Simmels erneut aufzugreifen, „geistigen Funktionen, mit deren Hilfe sich die Neuzeit der Welt gegenüber abfindet und ihre inneren – individuellen und sozialen – Beziehungen regelt“[47] schafften sich dadurch einen Bereich, in dem sie nicht mehr ausschließlich zahlenmäßig erfasst sein müssten. Den Effekten des „Intellektualismus“ und der „Distanzierung“ wäre ein Zugriffsgebiet entzogen.

Keine Frage: Wir spielten, käme es zu einer Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens, weiterhin nach den Regeln der Geldwirtschaft. Simmels Konzeption von Geld lässt sich, zumindest nicht ohne Weiteres, nicht bemühen um diese theoretisch oder praktisch zu überwinden – und so oder so greift, wie Lessenich es formuliert, [f]ür eine wirkungsvolle antikapitalistische Strategie […] das Grundeinkommensparadigma (analytisch wie politisch) zu kurz.“[48]

Gleichermaßen – um auf die Frage danach zurückzukommen, wie das Grundeinkommen die Art der von Simmel beschriebenen Abhängigkeitsverhältnisse verändern kann – lässt sich sagen: Mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen bietet sich die Chance, die unmittelbaren, konkreten, persönlichen Beziehungen, die, folgen wir Simmels Diagnose, durch sachliche, funktionale, technische ersetzt worden sind, wieder stärker zu bemühen. Und gilt für das „modern[e] Denken“, wie Kauffmann Simmel interpretiert: es betont „eher die Quantität als die Qualität und fördert eher die Intellektualisierung und Berechenbarkeit statt die emotionale und affektuelle Struktur des Verhaltens“[49], dann bietet sich auch hier eine Chance. Schließlich sind, setzen wir Teilhabemöglichkeiten als sichergestellt voraus[50], ihre Schaffung und ihr Aufrechterhalten entlang monetärer Mittel und entsprechender Perspektiven nicht mehr zwingend notwendig.

Schlussendlich: Der im Diktum Fromms enthaltene Anspruch, dass durch das Grundeinkommen die, wie er es formuliert, „Freiheit des einzelnen […] entschieden erweitert werden könnte“[51], kann so auch mit Simmelschen Konzepten eingeholt werden: Wenn Geld Möglichkeit zur Selbstbestimmung bietet, dann garantiert Grundeinkommen Möglichkeit zur Selbstbestimmung.


[1] PhG, S. 265. Leser, die im Folgenden eine Definition oder eine Auflistung besagter „Grundmotive“ erwarten, müssen enttäuscht werden: Derartiges kann, selbst wenn an gegebener Stelle eine knappe Wiedergabe diesbezüglicher Überlegungen Simmels ansteht, nicht geleistet werden.

[2] Frisby, David P., Köhnke, Klaus Christian [Hrsg.]: Georg Simmel: Philosophie des Geldes, Gesamtausgabe, Bd. 6, Frankfurt am Main, Suhrkamp 1989, hier abgekürzt mit: „PhG“.

[3] Selbst wenn es zutrifft, dass, wie Lessenich zusammenfasst, „[d]ie Idee des Grundeinkommens […] in der öffentlichen Debatte in den unterschiedlichsten Varianten [kursiert]“ und man strenggenommen von einer Vielzahl an Debatten sprechen müsste, so wollen wir hier aus pragmatischen Gründen bei der Grundeinkommensdebatte bleiben. Siehe: Lessenich, Stephan: Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte, S. 17.

[4] Siehe: Wagner, Björn: Das Grundeinkommen in der deutschen Debatte. Leitbilder, Motive und Interessen, in: WISO Diskurs, Gesprächskreis Sozialpolitik, Herausgeber: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, März 2009.

[5] Wagner, Björn: Das Grundeinkommen in der deutschen Debatte, S. 20.

[6] Wagner, Björn: Das Grundeinkommen in der deutschen Debatte, S. 20. Mit dieser Einordnung wird etwas vorausgesetzt, dessen Begründung in diesem Beitrag keinen Raum hat: Die Annahme, dass Simmel tatsächlich Wege sah, die von ihm konstatierte „Tragödie der Kultur“, wenn auch nie gänzlich, so doch zumindest in Teilen zu überwinden.

[7] Gleiches gilt für die von Opielka et al. ausgearbeitete „Wertematrix des Grundeinkommens“: Eine Einordnung innerhalb der Leistungs-, Verteilungs-, Bedarfs- oder Teilhabegerechtigkeit mag – gerade in Anbetracht des Umstands, dass man Simmel durchaus so lesen kann, als dass es ihm um durch Geld vermittelte gesellschaftliche Teilhabe ginge – verlockend erscheinen. Gleichermaßen zöge auch dies eine Überstrapazierung des vorliegenden Materials nach sich. Siehe: Opielka, Michael, Müller, Matthis, Benedixen, Tim, Kreft, Jesco: Grundeinkommen und Werteorientierungen, S. 146.

[8] Lichtblau, Klaus: Georg Simmel, S. 116.

[9] Insbesondere in der ersten Hälfte seiner Philosophie des Geldes, im „Analytischen Teil“, setzt sich Simmel, wenn wir von seiner Vorstellung der von ihm so bezeichneten „Naturvölker“ und „Stämme“ lesen, mit Tausch via Naturalien auseinander, siehe etwa: PhG, S. 161f., sowie ebd., S. 363.

[10] Siehe zu dieser Einschätzung auch: Pohlmann, Friedrich: Individualität, Geld und Rationalität, S. 96.

[11] Rammstedt, Otthein: Wert, Geld und Individualität, S. 37.

[12] Zu diesem Punkt schreibt auch: Cantó i Milà, Natàlia: Von der >Psychologie< zur >Philosophie< des Geldes, S. 209.

[13] Entlang der Dimensionen, die Jaeggi für das „Entfremdungsproblem“ unterschieden hat, könnte man die Simmelschen Überlegungen durchaus als in erster Linie gesellschaftstheoretische bezeichnen. Siehe: Jaeggi, Rahel: Entfremdung. Zur Aktualität eines sozialphilosophische Problems, S, 15. Gleichermaßen wollen wir, und dieser Punkt findet sich in leichter Abwandlung auch bei Nedelmann, darauf hinweisen, dass Simmel selbst den Begriff der „Entfremdung“ weitaus weniger prominent benutzt, als dieser in der Rezeption zur Einschätzung der kulturkritischen Überlegungen Simmels verwendet wird. Wir wollen uns hier, setzen wir uns direkt mit Simmel auseinander, deswegen größtmöglich an die Simmelsche Terminologie halten. Siehe: Nedelmann, Birgitta: Geld und Lebensstil. Georg Simmel – ein Entfremdungstheoretiker?, S. 398.

[14] PhG, S. 615.

[15] Schlitte, Annika: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur, S. 303.

[16] PhG, S. 612.

[17] Kauffmann, Manfred: Struktur & Dynamik sozialer Prozesse, S. 60.

[18] PhG, S. 613.

[19] Cantó i Milà, Natàlia: Von der >Psychologie< zur >Philosophie< des Geldes, S. 206.

[20] Siehe zu diesem Punkt auch: Kauffmann, Manfred: Struktur & Dynamik sozialer Prozesse, S. 61.

[21] PhG, S. 665.

[22] PhG, S. 666.

[23] PhG, S. 448. Simmel beschreibt hier einen Zusammenhang, der, gerade dann, wenn wir an die Umstände der Ende der 2000er Jahre losgetretene Wirtschafts- und Finanzkrise denken, durchaus aktuell ist und einer eigenen Ausarbeitung bedarf.

[24] Papilloud, Christian, Rol, Céline: Lebensstil: S. 180.

[25] Nedelmann, Birgitta: Geld und Lebensstil. Georg Simmel – ein Entfremdungstheoretiker?, S. 407. Setzen wir mit Nedelmann voraus, „daß die Anzahl dieser geldvermittelten und interessenspezifischen Transaktionen insgesamt zunimmt, dann erscheint“, wie Nedelmann folgert, „Simmels Argument [durchaus] plausibel, daß die Tendenz zur Distanzvergrößerung insgesamt eine größere Bedeutung für die Prägung des modernen Lebensstils hat.“ Ebd., S. 407.

[26] Siehe zu diesem Befund etwa: Heinemann, Klaus: Geld und Vertrauen, S. 314. Sowie: Schlitte, Annika: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur, S. 291.

[27] In aller Ausführlichkeit schreibt Simmel hierzu: „Mit dem modernen Kulturmenschen verglichen ist der Angehörige irgendeiner alten oder primitiven Wirtschaft nur von einem Minimum von Menschen abhängig“ – das heißt: „[N]icht nur ist der Kreis unserer Bedürfnisse ein sehr erheblich weiterer, sondern selbst die elementaren Notwendigkeiten, die uns mit jenen gemeinsam sind (Nahrung, Kleidung, Obdach), können wir nur mit Hilfe eines viel größeren Apparates und durch viel mehr Hände hindurch befriedigen; und nicht nur verlangt die Spezialisierung unserer Tätigkeit einen unendlich ausgedehnteren Kreis anderer Produzenten, mit denen wir die Produkte austauschen, sondern die unmittelbare Tätigkeit selbst ist auf eine wachsende Zahl von Vorarbeiten, Hilfskräften, Halbprodukten angewiesen.“ PhG, S. 395f. Um dies zu aktualisieren: So werden, wie wir etwa unter dem Punkt „fortschreitende Monetarisierung“ bei Krisch lesen, „Leistungen, die früher auf Gegenseitigkeit innerhalb der Gemeinschaft erbracht wurden, wie die Pflege und Betreuung von Angehörigen […] durch kostenpflichtige Dienstleistungen ersetzt.“ Krisch, Pia: Alltag, Geld und Medien, S. 19. Weitere Beispiele neuerer Abhängigkeitsbeziehungen finden sich darüber hinaus bei Faath, Ute: Mehr-als-Kunst: zur Kunstphilosophie Georg Simmels, S. 98f.

[28] Zu diesem Punkt schreiben auch: Menzer, Ursula: Subjektive und objektive Kultur, S. XVIII. Sowie: Heinemann, Klaus: Geld und Vertrauen, S. 314. Außerdem: Schlitte, Annika: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur, S. 291.

[29] Siehe etwa PhG, S. 224, S. 379 oder S. 457.

[30] Schlitte, Annika: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur, S. 294.

[31] Cantó i Milà, Natàlia: Von der >Psychologie< zur >Philosophie< des Geldes, S. 209.

[32] PhG, S. 667.

[33] Schlitte, Annika: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur, S. 295.

[34] PhG, S. 435.

[35] PhG, S. 437. Tatsächlich kommen wir, um diese Überlegungen mit Schlitte weiterzudenken, ausschließlich mit Geld und „ohne den Besitz irgendeiner bestimmten Ware nicht aus“ – zwar hat der Besitzer von Geld mehr als der Besitzer von Waren, jedoch besitzt, „wer nur Geld hat, […] letztlich überhaupt nichts.“ Schlitte, Annika: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur, S. 287.

[36] Anmerkung: Mit dem „primitiven Reichtum“ ist hier der ausschließliche Besitz von Naturalien gemeint.

[37] PhG, S. 445.

[38] PhG, S. 555.

[39] PhG, S. 381f.

[40] Siehe hierzu auch: Cantó i Milà, Natàlia: Von der >Psychologie< zur >Philosophie< des Geldes, S. 209.

[41] Zu diesem Punkt lesen wir außerdem bei: Cantó i Milà, Natàlia: Von der >Psychologie< zur >Philosophie< des Geldes, S. 209.

[42] PhG, S. 127.

[43] Diesen Zusammenhang hat auch ausgearbeitet: Schlitte, Annika: Die Macht des Geldes und die Symbolik der Kultur, S. 286.

[44] Dazu schreibt auch: Cantó i Milà, Natàlia: Von der >Psychologie< zur >Philosophie< des Geldes, S. 213.

[45] Lessenich, Stephan: Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte, S. 29.

[46] Siehe: www.grundeinkommen.de/die-idee. Eine ausführlichere Aufschlüsselung dieser Definition bietet: Lessenich, Stephan: Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte, S. 17.

[47] PhG, S. 612.

[48] Lessenich, Stephan: Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte, S. 20.

[49] Kauffmann, Manfred: Struktur & Dynamik sozialer Prozesse, S. 61.

[50] Der Autor dieses Beitrags geht davon aus, dass Grundeinkommen bereitgestellt und mittels diesem Teilhabe gesichert werden kann. Eine Diskussion der hierfür notwendigen Voraussetzungen und ihrer politisch-finanziellen Herstellung kann hier nicht geleistet werden.

[51] Fromm, Erich: Psychologische Aspekte zur Frage eines garantierten Einkommens für alle, S. 23.


Literatur:

Biedenkopf, Kurt, Dahrendorf, Ralf, Fromm, Erich, Hosang, Maik [Hrsg.]: Klimawandel und Grundeinkommen. Die nicht zufällige Gleichzeitigkeit beider Themen und ein sozialökologisches Experiment, Integrative sozialökonomische Perspektiven Bd. 1, München 2008.

Bischoff, Joachim: Allgemeines Grundeinkommen. Fundament für soziale Sicherheit? VSA-Verlag, Hamburg 2007.

Blaschke, Ronald: Denk' mal Grundeinkommen! Geschichten, Fragen und Antworten einer Idee, in: Blaschke, Ronald, Otto, Adeline, Schepers, Norbert [Hrsg.]: Grundeinkommen, S. 9 – 292.

Blaschke, Ronald, Otto, Adeline, Schepers, Norbert [Hrsg.]: Grundeinkommen. Geschichte – Modelle – Debatten, Karl Dietz Verlag, Berlin 2010.

Cantó i Milà, Natàlia: Von der >Psychologie< zur >Philosophie< des Geldes, in: Rammstedt, Otthein [Hrsg.]: Georg Simmels Philosophie des Geldes, S. 191 – S. 214.

Frisby, David P., Köhnke, Klaus Christian [Hrsg.]: Georg Simmel: Philosophie des Geldes, Gesamtausgabe, Bd. 6, Frankfurt am Main, Suhrkamp 1989, hier abgekürzt mit: „PhG“.

Fromm, Erich: Psychologische Aspekte zur Frage eines garantierten Einkommens für alle, in: Biedenkopf, Kurt, Dahrendorf, Ralf, u.a. [Hrsg.]: Klimawandel und Grundeinkommen, S. 23 – 37.

Heinemann, Klaus: Geld und Vertrauen, in: Kintzelé, Jeff, Schneider, Peter [Hrsg.]: Georg Simmels Philosophie des Geldes, S. 301 – 323.

Jaeggi, Rahel: Entfremdung. Zur Aktualität eines sozialphilosophische Problems. Campus Verlag, Frankfurt/New York 2005.

Kauffmann, Manfred: Struktur & Dynamik sozialer Prozesse: makrosoziologische Aspekte der Kulturentwicklung bei Georg Simmel, München, Profil 1990.

Kintzelé, Jeff, Schneider, Peter [Hrsg.]: Georg Simmels Philosophie des Geldes, Verlag Anton Hain, Frankfurt am Main 1993.

Lessenich, Stephan: Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte, Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, in: WISO Diskurs, Gesprächskreis Sozialpolitik, Herausgeber: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, März 2009.

Lichtblau, Klaus: Georg Simmel, Frankfurt/Main, New York, Campus Verlag, 1997.

Liebermann, Sascha: Freiheit ermöglichen, Demokratie stärken, Leistung fördern, in: Biedenkopf, Kurt, Dahrendorf, Ralf, u.a. [Hrsg.]: Klimawandel und Grundeinkommen, S. 73 – 104.

Nedelmann, Birgitta: Geld und Lebensstil. Georg Simmel – ein Entfremdungstheoretiker?, in: Kintzelé, Jeff, Schneider, Peter [Hrsg.]: Georg Simmels Philosophie des Geldes, S. 398 – 418.

Opielka, Michael, Müller, Matthis, Benedixen, Tim, Kreft, Jesco: Grundeinkommen und Werteorientierungen. Eine empirische Analyse, Wiesbaden 2009.

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Pahl, Hanno, Meyer, Lars: Das Geld in der modernen Gesellschaft. Dimensionen einer Gesellschaftstheorie der Geldwirtschaft, in: Pahl, Hanno, Meyer, Lars [Hrsg.]: Gesellschaftstheorie der Geldwirtschaft, S. 7 – 50.

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Über den Autor

Timo Klattenhoff, PhD Student, Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Philosophie

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