Ein Artikel vom Bund

Freiheit und Solidarität

Im Kampf gegen das Virus vertraut der Bundesrat der Vernunft. Was die Philosophiegeschichte dazu sagt.

Regierungen weltweit stehen in diesen Tagen vor der ethischen Herausforderung, zwischen den Gütern von Freiheit und Solidarität abzuwägen: Soll die Freiheit massiv eingeschränkt und damit in der Krise die gesellschaftliche Solidarität erzwungen werden? Oder gilt es auf den vernunftbegabten Menschen zu vertrauen, der seine Freiheit nicht missbraucht, sondern im Sinne der Solidarität lebt? Die schweizerische Landesregierung hat sich für den zweiten Weg entschieden. Ob dieser Vertrauensbeweis gerechtfertigt war, werden wir erst in ein paar Tagen oder Wochen wissen.

Jedenfalls setzt der Bundesrat ein starkes, menschenfreundliches und vertrauensvolles Zeichen, indem er darauf baut, dass Freiheit und Solidarität nicht zwingend Werte sind, die einander widersprechen. Sie gehen vielmehr – historisch seit der Französischen Revolution – Hand in Hand. Darauf zielen diese Gedanken ab: Freiheit ist ohne Solidarität nicht zu haben – zumindest dann nicht, wenn diese Freiheit gehaltvoll und sinnbeladen sein soll und nicht nur hedonistisch in der Vereinzelung gelebt werden will.

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