Der Sport und das gute Leben

10. Bieler Philosophietage

International renommierte Philosophen wie Hans-Ulrich Gumbrecht treffen auf Spitzen-Athletinnen wie Dominique Gisin und hinterfragen den Sport.

Was ist Sport? Eine Quelle des Wohlbefindens, eine Domäne menschlicher Spitzenleistungen, eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, ein Multi-Milliarden-Geschäft oder ein raffinierter Mix von allem? Im Sport finden sich zentrale, widersprüchliche Fragen des Menschseins und der Organisation einer Gesellschaft: Sportlichkeit ist ein moralisches Ideal und gleichzeitig führt der sportliche Wettbewerb oft zu Herdentrieb und Ausgrenzung. Der Erfolg von Nationen wird an sportlichen Siegen gemessen und ebenso soll Sport völkerverbindend sein. Manche Sportler werden zudem Multimillionäre, während andere unabhängig von ihren Leistungen kaum etwas davon haben. Die «gesunden» Athletinnen und Athleten beenden ihre Karrieren nicht selten in mehr als nur lädierten Körpern und auffällig viele ehemalige Leader einer Sportart werden Opfer von Alkohol und anderen Drogen. Ja, was ist Sport «eigentlich»?


Die zehnten Bieler Philosophietage nähern sich dem Phänomen «Sport» aus zahlreichen Perspektiven an. Sie arbeiten eng mit der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen zusammen, die ihr 75-jähriges Jubiläum feiert. Am Hauptanlass stellen sich Referentinnen und Referenten der Frage, ob und wie Sport zum guten Leben beiträgt und welche anthropologischen, ethischen, politischen und sozialen Merkmale den Sport auszeichnen. Auftreten werden auch bekannte Sportlerinnen und Sportler sowie Expert/innen aus dem Bereich des Sports. Der bilingue Philosophy Slam, ein Filmabend mit «Hugo Koblet – Pédaleur de charme (2010, d/f)» zu einem der frühen Schweizer Sport-Stars sowie ein filmisch-musikalischer Ausklang mit dem Pianisten Martin Christ, der den Stummfilm «College» (1927) mit Buster Keaton auf dem Piano begleitet, ergänzen das vielfältige Programm.

Weitere Informationen: https://www.philosophietage.ch